Einführung in die Konfrontative Pädagogik als Gewaltprävention in pädagogischen Einrichtungen
Grenzen zu erkennen, zu respektieren und klar zu kommunizieren ist ein zentraler Bestandteil gelingender pädagogischer Arbeit – insbesondere in der Arbeit mit Jungen*, die sich häufig in Spannungsfeldern von Stärke, Zugehörigkeit, Anerkennung und Grenzüberschreitung bewegen. Pädagogische Fachkräfte stehen dabei vor der Herausforderung, einerseits wertschätzende Beziehungen aufzubauen und andererseits konsequent auf Regelverletzungen, grenzüberschreitendes Verhalten oder Gewalt zu reagieren. Eine klare, reflektierte Haltung kann dabei sowohl Orientierung geben als auch zum Schutz potenziell Betroffener beitragen.
Diese zweitägige Fortbildung bietet eine fundierte Einführung in die Grundprinzipien der Konfrontativen Pädagogik als Ansatz der Gewaltprävention in unterschiedlichen pädagogischen Settings. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie klare Grenzsetzungen, direkte Ansprache von problematischem Verhalten und gleichzeitige Wertschätzung der Person miteinander verbunden werden können. Dabei wird Konfrontation nicht als Strafe verstanden, sondern als transparentes, verantwortungsvolles pädagogisches Handeln, das Entwicklung ermöglicht und soziale Verantwortung stärkt.
Die Teilnehmenden lernen zentrale Prinzipien der „Konfrontativen Pädagogik“ kennen und reflektieren deren Bedeutung für eine diskriminierungskritische Jungen*arbeit. Praxisnahe Beispiele unterstützen die Übertragung in den eigenen pädagogischen Alltag. Die Fortbildung wird meist mit Übungen gestaltet, die alle für pädagogische Settings nutzbar sind. Eine aktive Teilnahme ist daher erwünscht.
