Von Ausschlusserfahrungen zu Solidarität
Anhand der qualitativen Auswertung zweier Workshops zeigt der Vortrag, warum Jungen*arbeit neben Geschlecht auch Rassismus, soziale Ungleichheit, Verletzlichkeit und unterschiedliche Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe berücksichtigen muss. Dabei wurde untersucht, wie Erfahrungen mit Ausschluss zu Ressourcen für Empathie und Solidarität werden können, ohne Sexismus oder Queerfeindlichkeit zu relativieren. Praxiserprobte Methoden wie „Andrewtainment“ und „Care-Theater“ zeigen, wie Manfluencer, Gewalt, Fürsorge und Verantwortung gemeinsam mit Jugendlichen bearbeitet werden können. Ziel ist keine neue „richtige“ Männlichkeit, sondern die Erweiterung weniger verletzender, fürsorglicher und solidarischer Handlungsalternativen.
Fokus Jungen*arbeit – Impulse aus Wissenschaft und Praxis
ist eine kostenlose Online-Vortragsreihe der LAG Jungen*arbeit NRW. Im bewusst kompakten 90-Minuten-Format präsentieren Expert*innen aktuelle Themen und Studien zur Jungen*arbeit. Die Reihe findet mehrmals jährlich in unregelmäßigen Abständen statt.
