Aufenthalts- und Asylrechtsseminar für Nicht-Jurist*innen
Junge migrierende Männer* treffen in der Bundesrepublik auf ein völlig unbekanntes Rechtssystem. Viele Fluchtgründe wie jener, den Kriegsdienst zu verweigern, zählen in Deutschland kaum. Was im Herkunftsland überlebenswichtig war, wird hier häufig als Vergehen gewertet und kann zum Verlust des Aufenthaltsrechts führen. Eine Begleitung der jungen Männer* in Rechtsfragen wird häufig Teil von professioneller Jugendarbeit.
Dieses zweitägige Seminar gibt einen kompakten Einblick in das Migrationsrecht, vorrangig zum Aufenthalts- und Asylrecht. Folgende Themen werden behandelt:
- Der Verlauf eines Asylverfahrens und die sich daraus ergebenen aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen
- Aufenthaltsgestattung, Duldung, Fiktionsbescheinigung, Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis, – wer bekommt wann was ?
- Aufenthaltstitel aufgrund guter Integrationsleistungen
- Widerruf, Rücknahme und anderweitiger Verlust des Aufenthaltes und die Konsequenzen
- Arbeitsmigration, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz 2.0
- EU Migrationspakt ein Ausblick
- Aktuelles
Angesichts der rasanten politischen Entwicklungen ist nicht ausgeschlossen das auch weitere Themen behandelt werden. Wo erforderlich, wird speziell auf die rechtliche Situation junger Männer* eingegangen.
Die vermittelten komplexen rechtlichen Inhalte sollen im Rahmen von Arbeit mit Praxisbeispielen für alle Nicht-Jurist*innen verständlich gemacht werden.
Hinweis: *Das (Gender-)Sternchen wird von uns verwendet, um ein Wort geschlechtlich zu öffnen und um zu verdeutlichen, dass Personen jeden Geschlechts, biologisch wie sozial, angesprochen sind. Hinsichtlich Jungen* und Männern* möchten wir die geschlechtliche Vielfalt von Männlichkeiten* benennen und betonen, dass wir eine Haltung der geschlechtlichen Selbstbestimmung vertreten.
