Praxisprojekt 2020

„Live und ohne Grenzen!“

Unterschiedliche Menschen, die offen über sich und ihr Leben sprechen – in einem Online-Livestream sind die Geundlage des Projekts. Daraus entstand die Projektreihe mit dem Titel „Live und ohne Grenzen!“.
Firmensignet LAG, ein roter Pfeil

Praxisprojekt 2020: Kooperation mit Borderless TV (CAT Cologne), Köln

Haider ist Journalist, er kommt aus dem Irak. Yasser studiert und hat einen YouTube-Kanal. Amer hat Träume für die Zukunft. Bashir ist aus Syrien und sein Ausweis hat einen Riss. Vier unterschiedliche Menschen, die offen über sich und ihr Leben sprechen – in einem Online-Livestream. Mit ihnen und zahlreichen weiteren jungen Männern* hat Borderless TV in Köln (CAT Cologne) eine Projektreihe mit dem Titel „Live und ohne Grenzen!“ begonnen, die nun ein Praxisprojekt von „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“ ist.

„Wir hatten schnell Ideen für partizipative Möglichkeiten in der Corona-Krise“, erklärt Leiterin Alaa Nassif Makki. „Workshops haben wir online angeboten und die Kommunikation auch über soziale Medien vorangetrieben.“ Mit der Folge, dass die Zuschauer*innen nicht nur aus Köln und NRW, sondern aus ganz Deutschland und sogar über die Grenzen hinaus, kommen. Passend zur Idee, schließlich sind die Livestreams „grenzenlos on air“. Das Projekt setzt auf verschiedenen Ebenen an – zum Einen auf der technischen Seite. Zein Al Salem, seit vier Jahren in Deutschland, ist nicht nur einer der Studiogäste*, sondern bei Borderless TV auch Referent in Online-Schulungen, in denen er den Rezipient*innen Tipps bei der Umsetzung von Social-Media-Ideen gibt. Zum Anderen auf der menschlichen, sozialen Seite. „Die Themenauswahl unserer Studiogäste ist breit gefächert, weil wir niemanden begrenzen.“ Ob es um Ausbildung, Sport, Männlichkeit oder Flucht geht – der Gast* ist völlig frei und darf sich in der Atmosphäre in dem kleinen, aber professionellen Studio, sicher und unbefangen fühlen. Bashir beispielsweise spricht über seinen syrischen Ausweis, der irgendwann zwischen dem Moment, als er Damaskus verlassen musste, und der Ankunft in Köln einen Riss bekam. „Wie meine Identität“, sagt er. „Was hat mich zu dem gemacht, der ich bin? Was bringt mir meine Entscheidung, her (nach Deutschland) zu kommen?“

Die Livestreams sind Sendungen, die berühren. Sendungen, die gut recherchiert sind, unterhalten und fachlich moderiert werden. „Live und ohne Grenzen!“ gibt individuelle Einblicke in die Erfahrungen und Lebenswirklichkeiten junger Geflüchteter* und schafft einen transkulturellen wie mehrsprachigen Erlebnis- und Begegnungsraum. Teilhabe und Wissensvermittlung ohne Hürden bilden so die Stützen des Konzepts.

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