Praxisprojekt 2020

L’HomMan

„Rassismus muss immer mitgedacht werden," - "Racial profiling ist in unserem Alltag immer präsent." - Deswegen ist es wichtig, sichere Orte zu schaffen.
Firmensignet LAG, ein roter Pfeil

Praxisprojekt 2020: Kooperation mit dem Verein kamerunischer Ingenieure und Informatiker, Ruhrbezirk e.V. (VKII)

„Rassismus muss immer mitgedacht werden, immer“, sagt Megha Kono-Patel vom Verein Kamerunischer Ingenieur*innen und Informatiker*innen (VKII) Ruhrbezirk e.V., in dem ein Praxisprojekt im Rahmen von „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“ stattfindet. Daher, so die Leiterin des Projekts „L’HomMan“, sei es das Ziel, Rassismus deutlich zu benennen und darüber hinaus auch Männlichkeit und Repräsentanz zu thematisieren.

 „Wenn wir ein Treffen im Park anberaumen, erleben wir immer wieder, wie sehr ‚racial profiling‘ in unserem Alltag präsent ist. Offene Anfeindungen und polizeiliche Kontrollen sind an der Tagesordnung.“ Deswegen sei es wichtig, sichere Orte zu schaffen, an denen ein Umgang mit dem Verhalten der Gesellschaft und ein Stärken einer eigenen Selbstsicherheit erarbeitet werden kann. Ob das in der Öffentlichkeit ist oder in einem virtuellen Raum aufgrund von Pandemie-Maßnahmen, ist dabei irrelevant. Immer gilt: „Der Redebedarf ist groß, und die Notwendigkeit, die eigene Betroffenheit und Männlichkeitskonzepte zu reflektieren, ebenso.“

Zielgruppe des Projekts sind junge Männer* of Color. „Zu dem Projekt gehören Praxiseinheiten wie zum Beispiel eine Filmwerkstatt, Fußballtraining und eine Siebdruckwerkstatt.“ Die hat bereits stattgefunden – draußen unter freiem Himmel, und mit großem Erfolg. „Eva Busch, eine weiße Künstler*in aus dem Kollektiv atelier automatique in Bochum hat Siebe mit dem Logo des Projekts ‚L’HomMan‘ und dem Logo des VKII Ruhrbezirk vorbereitet.“ Die teilnehmenden Männer* konnten bei Picknick-Atmosphäre und Musik T-Shirts bedrucken. Megha Kono-Patel: „Sehr gut kam das Logo an, das Patu Patu, eine Illustrator*in aus Berlin, entworfen hatte, da sich die Charaktere an Fotos der Männergruppe orientieren.“

Verschiedene Aspekte fließen bei Einheiten wie dieser in die Projektarbeit mit ein. Auf allen Ebenen wird Empowerment gefördert. „Zum Beispiel, indem wir die Frage nach der Heterogenität zu beantworten suchen, und niemanden auf seinen Körper oder Stereotypen reduzieren. Unter anderem steht in einem Workshop das Thema ‚Gefühle und die Diskrepanz der Rollenbilder von schwarzen und weißen Männern‘ im Vordergrund. Wir wissen, dass Männer* of Color mehr Sicherheiten benötigen und wollen die erkennen und erarbeiten.“

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