Zwischen Schale und Kern – Jungenbilder in Bewegung

Was es braucht, um Jungen* gut zu begleiten   

 

Jungen* sind laut, leise, hart, weich, groß und klein. Jungen* haben Entwicklungspotenziale, Ressourcen, Kompetenzen, Handlungs- und Bewältigungsmuster. Jungen* sind in Deutschland und anderswo geboren, werden anerkannt oder abgewertet. 

Über Jungen* wird viel geredet… wie sie sind, was sie tun, können, sollen und dürfen. All das, was wir über unsere Jungs* reden, bildet einen zentralen Bezugspunkt unserer Jungenarbeit.   

Doch mit welchen Bildern hantieren wir eigentlich? Was meinen wir über die "jungen Männer", "kleinen Krieger" oder "zarten Pflänzchen" zu wissen? Und auf Grundlage welcher Folien gestalten wir unsere geschlechterbezogene pädagogische Arbeit im Sinne von SGB VIII?  

Jungenarbeit versteht sich als Struktur- und Beziehungsangebot und ihre Basis sollten immer die von Jungen* eingebrachten Themen, Bedürfnisse und Wünsche sein. Der gesellschaftliche Blick auf Jungen* wird allerdings vielfach von Annahmen und Zuschreibungen verzerrt. Damit kriegen es die Jungs* zu tun. Auch und gerade in pädagogischen Settings. Fachkräfte wie auch Jungen* sind an den machtvollen Konstruktionen beteiligt, die es erschweren, dass Jungen* gesehen werden und selbstbestimmt ihr Eigenes entwickeln können.  

 

Die Fortbildung lädt dazu ein nah an der Praxis und orientiert an den Teilnehmenden ... 

  • ... die eigene Perspektive auf und Beteiligung an (De)Konstruktionen von Gender und Junge*sein in den Blick zu nehmen und (kritisch) zu befragen.
  • ...  die individuell-fachliche Haltung im Ambivalenzverhältnis von Konstruktion, Dekonstruktion und Rekonstruktion von Gender und Junge*sein zu klären. 
  • ... das eigene Wahrnehmungs- und Analyseinstrumentarium mit Blick auf Vielfalt, Differenz, Vulnerabilität und Diskriminierung von Jungen* weitreichender entfalten und bespielen zu können. 
  • ... die eigene Praxis mit Fokus auf die Frage "Was bringt das welchen Jungen*?" in den Blick zu nehmen.   

 

Die Fortbildung richtet sich sowohl an Einsteiger*innen der Jungenarbeit als auch an Menschen, die ihr professionelles Gewordensein als fortlaufenden Prozess verstehen. Es werden theoretische Grundlagen von Jungenarbeit vermittelt, als auch Übungen zur eigenen Positionsfindung und Reflexion von Erfahrungen angeboten. 

 

Zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

23. September 2021
10:00 bis 17:00 Uhr

Ort

Union Gewerbehof (Werkhalle)
Huckarder Str. 10-12
44147 Dortmund

Teilnahmebeitrag

75 Euro

Referenten*

LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW