Sexualpädagogische Jungenarbeit

Mit Jungen* sexualpädagogisch arbeiten 

Jungen* wachsen in einer gesellschaftlichen Situation auf, die (nicht nur) bei ihnen zu Verwirrung hinsichtlich des Mann* und Jungen*seins führen kann: Auf der einen Seite die Dekonstruktion von Geschlecht mit der Auflösung klarer Rollenzuschreibungen, auf der anderen Seite Ideologien, die ein Zurück zu einer traditionellen Männlichkeit mit männlicher Dominanz fordern und praktizieren. 

Hinzu kommt noch gezeigte Sexualität in Internet und sozialen Medien, die bei Heranwachsenden normierend wirken und Druck erzeugen kann. 

In dieser Situation ist es nicht einfach, zwischen Lust, Neugier, Angst und Scham eine eigene Sexualität zu entwickeln. Mit Jungen* sexualpädagogisch zu arbeiten bedeutet, diese gesellschaftlichen Bedingungen zu reflektieren und Jungen* dabei zu unterstützen, ihre selbst bestimmten Wege in Beziehung und Sexualität zu gehen. 

In dieser Veranstaltung geht es darum, aufzuzeigen, wie mit Jungen* zum Thema gearbeitet werden kann: es werden Methoden zum Einstieg sowie verschiedenen Themen wie Körperaufklärung, Beziehungen, Pornografie und sexuelle Orientierung vorgestellt. 

Grundlage ist dabei eine Sexualpädagogik, die das Recht auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt betont und somit dazu beiträgt, dass Jungen* Beziehungen und Sexualität lustvoll, individuell und selbstbestimmt leben können. 

Referenten:
Andreas Müller, pro familia Mettmann / Oberhausen

Peter Rüttgers, pro familia Duisburg

Zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

7. und 8. September 2022

jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr

Ort

Werkhalle im Union Gewerbehof
Huckarder Straße 12
44147 Dortmund

Teilnahmebeitrag

150 Euro

Über den Teilnahmebeitrag erhalten Sie vorab eine Rechnung.