Jungs sind Jungs, oder?

Jungenarbeit in der Migrationsgesellschaft

Ein geschlechtsbezogener pädagogischer Blick leuchtet ein: Jungen haben besondere Interessen, spezielle Bedürfnisse und sind in ihren eigenen Welten unterwegs. Jungen machen Jungensachen und brauchen folglich jungenspezifische Begleitung. Dieses gilt für alle Jungs gleichermaßen! Oder doch nicht? Und was ist mit Jungen unterschiedlicher Herkunft?

In der öffentlichen Diskussion werden Jungen mit Migrations- und Fluchterfahrungen schnell mit problematischen Geschlechterkonzepten, die zudem kulturell-ethnisch begründet sind, in Verbindung gebracht. Welche Rolle spielen nun allerdings Migrationserfahrungen in einer Jungenbiographie? Was bewegt einen geflüchteten jungen Mann? Und mit welchen Denk- und Verhaltensmustern begegnen wir, die pädagogischen Fachkräfte, diesen jungen Menschen?

Antworten auf diese Fragen wollen wir gemeinsam ergründen, eigene Zugänge und Perspektiven kritisch hinterfragen und erweitern.

Inhalt
• Grundlagen von flucht- und migrationssensibler Jungenarbeit
• Pädagogische Themen interkultureller Jungenarbeit… mehr als Werte, Sex, Drogen und Gewalt
• Gut gemeint und schlecht gemacht: Stolperfallen in migrationssensibler Jungenarbeit
• Zwischen Defizit- und Ressourcenorientierung: Wie kann angemessene pädagogische Begleitung von jungen geflüchteten Männern aussehen?
• Reflexion eigener Erfahrungen, eigener Bilder, Wahrnehmungen, Kulturzuschreibungen und Stereotype
• Einblicke in Praxisarbeit mit geflüchteten männlichen Jugendlichen

zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

21. November 2019
10 bis 17 Uhr

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33 - 37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

75,00 Euro

Referent

LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW