Jungs sind Jungs, oder?

Jungenarbeit in der Migrationsgesellschaft

Ein geschlechtsbezogener pädagogischer Blick leuchtet ein: Jungen* haben besondere Interessen, spezielle Bedürfnisse und sind in ihren eigenen Welten unterwegs. Jungen* machen Jungen*sachen und brauchen folglich jungen*spezifische Begleitung. Dieses gilt für alle Jungs* gleichermaßen! Oder doch nicht? Und was ist mit Jungen* unterschiedlicher Herkunft?

In der öffentlichen Diskussion werden Jungen* mit Migrations- und Fluchterfahrungen schnell mit problematischen Geschlechterkonzepten, die zudem kulturell-ethnisch begründet werden, in Verbindung gebracht. Welche Rolle spielen nun Migrations­erfahrungen in einer Jungen*biographie tatsächlich? Was bewegt einen geflüchteten jungen Mann*? Mit welchen Denk- und Verhaltensmustern begegnen wir, die Fachkräfte, diesen jungen Menschen? Und welche Strukturen und Aufträge wirken mit in die pädagogische Arbeit hinein?

Antworten auf diese Fragen wollen wir gemeinsam ergründen, eigene Zugänge und Perspektiven kritisch hinterfragen und erweitern.

Inhalt

  • Grundlagen von flucht- und migrationssensibler Jungenarbeit
  • Pädagogische Themen interkultureller Jungen­arbeit … mehr als Werte, Sex, Drogen und ­Gewalt
  • Gut gemeint und schlecht gemacht: Stolperfallen in migrationssensibler Jungenarbeit
  • Zwischen Defizit- und Ressourcenorientierung: Wie kann angemessene pädagogische Begleitung von jungen geflüchteten Männern* aussehen?
  • Reflexion eigener Erfahrungen, eigener Bilder, Wahrnehmungen, Kulturzuschreibungen und ­Stereotype
  • Einblicke in Praxisarbeit mit geflüchteten ­männlichen Jugendlichen

zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

1. und 2. Oktober 2020

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33 - 37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

150 Euro

Referenten*

LAG / Fachstelle Jungenarbeit NRW