fortbildung
Jungen und Grenzen
Einführung in die Konfrontative Pädagogik als Gewaltprävention in pädagogischen Einrichtungen
Grenzen zu erkennen, zu respektieren und klar zu kommunizieren ist ein zentraler Bestandteil gelingender pädagogischer Arbeit – insbesondere in der Arbeit mit Jungen*, die sich häufig in Spannungsfeldern von Stärke, Zugehörigkeit, Anerkennung und Grenzüberschreitung bewegen. Pädagogische Fachkräfte stehen dabei vor der Herausforderung, einerseits wertschätzende Beziehungen aufzubauen und andererseits konsequent auf Regelverletzungen, grenzüberschreitendes Verhalten oder Gewalt zu reagieren. Eine klare, reflektierte Haltung kann dabei sowohl Orientierung geben als auch zum Schutz potenziell Betroffener beitragen.
Diese zweitägige Fortbildung bietet eine fundierte Einführung in die Grundprinzipien der Konfrontativen Pädagogik als Ansatz der Gewaltprävention in unterschiedlichen pädagogischen Settings. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie klare Grenzsetzungen, direkte Ansprache von problematischem Verhalten und gleichzeitige Wertschätzung der Person miteinander verbunden werden können. Dabei wird Konfrontation nicht als Strafe verstanden, sondern als transparentes, verantwortungsvolles pädagogisches Handeln, das Entwicklung ermöglicht und soziale Verantwortung stärkt.
Die Teilnehmenden lernen zentrale Prinzipien der „Konfrontativen Pädagogik“ kennen und reflektieren deren Bedeutung für eine diskriminierungskritische Jungen*arbeit. Praxisnahe Beispiele unterstützen die Übertragung in den eigenen pädagogischen Alltag. Die Fortbildung wird meist mit Übungen gestaltet, die alle für pädagogische Settings nutzbar sind. Eine aktive Teilnahme ist daher erwünscht.
Volker Rau
Förderschullehrer und Sozialpädagoge
- seit 2002 Teil des Vorstandes von Jungs e.V. Duisburg
- 2003 Ausbildung zur "Konfrontativen Pädagogik" bei Reiner Gall
- Schulmediator
- Durchführung von Coolness-Trainings und Anti-Aggressivitäts-Trainings
- Referent für das Deutsche Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD)
Zielgruppe
Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.
Das Ziel der LAG Jungenarbeit NRW ist es, unsere Veranstaltung barrierearm zu gestalten und allen die Teilnahme zu ermöglichen. Daher bitten wir bei einer Hörschwäche, einer Sehschwäche oder anderem Assistenzbedarf um Kontaktaufnahme mit der Fachstelle, damit wir uns um passende Lösungen bemühen können: (+49 (0)231 53 42 174) oder info@lagjungenarbeit.de.
Termin
10. Juni 2026
und
18. Juni 2026
jeweils 10-16 Uhr
Meldeschluss
01. Juni 2026
Ort
Haus der Vielfalt
Zur Vielfalt 21
44147 Dortmund
Teilnahmebeitrag
165 Euro
Referent
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Volker Rau