Jungen* in ihrer Beschämung verstehen

Jungen* in ihrer Beschämung verstehen! Praxis einer für Klassismus-sensiblen Jungen*arbeit 

Klassismus erzeugt Barrieren, die für Jungen* normalerweise nicht sichtbar sind. Sie erfahren armutsbezogene Diskriminierungen, die ihnen und uns kaum zugänglich erscheinen. Betroffene in Armutsverhältnissen erfahren eine systematische Deprivation, die Jungen* und Männer* oft „männertypisch“ verarbeiten.
Wie können wir hier hilfreich und unterstützend sein? Wie können Jungen* in ihrer ganz eigenen Suche unterstützt werden? Wie sind möglichst angstfreie Räume für Jungen* möglich? Wie können wir Angebote schaffen, die Jungen* weder bevormunden noch beschämen? 

Die zweitägige Fortbildung bietet eine Einführung in die Konzeption und in die Praxis einer aktuellen Jungen*arbeit, die Jungen* darin begleitet, die klassismus-typischen Barrieren, die ihnen vorgelegt werden, zunächst zu erkennen, dann zu verstehen, um sie schließlich überwinden zu lernen. Dabei sollen ebenfalls mögliche Erfahrungen von Adultismus, Ableismus und Rassismus berücksichtigt werden. In dieser Fortbildung wird methodisch und durch Impulse vorgestellt, wie das Konzept der Transkulturellen Jungen*arbeit klassistischen Zuordnungen von Jungen* pädagogisch bearbeitet. So ist das Ziel eine intersektionale Jungen*arbeit, die sich in Sprache, Ansprache, Beziehungsgestaltung und Auswahl der Themen an der Sozio-Kulturalität von Jungen* orientiert. Ziel ist es auch ihre Verantwortung und Grenzsensibilität in Geschlechterverhältnissen zu stärken.

Eigene Praxisbeispiele sind willkommen und können gerne methodisch bearbeitet werden. 

 

Hinweis: *Das (Gender-)Sternchen wird von uns verwendet, um ein Wort geschlechtlich zu öffnen und um zu verdeutlichen, dass Personen jeden Geschlechts, biologisch wie sozial, angesprochen sind. Hinsichtlich Jungen* und Männern* möchten wir die geschlechtliche Vielfalt von Männlichkeiten* benennen und betonen, dass wir eine Haltung der geschlechtlichen Selbstbestimmung vertreten.

Leider sind bereits alle Plätze vergeben.

Zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Das Ziel der LAG Jungenarbeit NRW ist es, unsere Veranstaltung barrierearm zu gestalten und allen die Teilnahme zu ermöglichen. Daher bitten wir bei einer Hörschwäche, einer Sehschwäche oder anderem Assistenzbedarf um Kontaktaufnahme mit der Fachstelle, damit wir uns um passende Lösungen bemühen können: (+49 (0)231 53 42 174) oder info@lagjungenarbeit.de.

Termin

02. und 03. September 2025

jeweils 10:00 bis 16:00 Uhr

Ort

Dietrich-Keuning-Haus
Leopoldstraße 50-58
44147 Dortmund

Teilnahmebeitrag

85 Euro

Referent*innen

Referent: Dipl. Päd. Olaf Jantz, Jungen*Bildungsreferent und geschäftsführende Leitung bei mannigfaltig e.V. – Verein für Jungen- und Männerarbeit, Hannover; Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Jungen*arbeit