"Mal Dich frei"
Praxisprojekt 2025: Mal Dich frei
„Mal Dich frei“.
Kurzfassung
Jungen* und junge Männer* in Armut sind oft sozial benachteiligt, erleben hohen Stress, Perspektivlosigkeit oder Wut. Genau da setzt das Projekt an. Durch Malerei können sie Gefühle ausdrücken, innere Stärke entwickeln und einen sicheren Rückzugsort gestalten. Kunst wird hier zum Werkzeug, um eigene Potenziale und Ressourcen zu entdecken und zu stärken. Wir möchten das Thema “Trauma” adressieren, den Jungen* helfen zu verstehen, was ein Trauma ist und wie man dieses bewältigen kann. „Mal Dich frei“ ist ein kreativer Freiraum für Jungen*, die in Armutsverhältnissen mit den genannten Traumata leben.
Direkte Zielgruppen oder Für wen ist das Projekt gedacht?
- Jungen* und junge Männer* in Armutsverhältnissen oder solche, die von anderen Formen sozialer Benachteiligung betroffen sind.
- Zielregion: Nordrhein-Westfalen.
Dauer: 3 bis 6 Monate
Indirekte Zielgruppe oder Was wir suchen
- Kooperationspartner*innen aus Einrichtungen und Trägern aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendhilfe und der Schulsozialarbeit, die das Projekt in ihrer Einrichtung umsetzen und dabei eng mit uns zusammenarbeiten.
Das Problem
- Viele Jungen*, die in Armut aufwachsen, sind häufig mit Stress, Unsicherheit und eingeschränkten Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung konfrontiert.
- Neben den Belastungen des Alltags können auch traumatische Erfahrungen, etwa durch Gewalt, Vernachlässigung oder Diskriminierung, ihre Entwicklung stark beeinflussen.
- Emotionen wie Angst, Wut oder Traurigkeit bleiben dabei oft unausgesprochen, da gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit den offenen Umgang mit Gefühlen erschweren.
- Besonders traumatische Erlebnisse werden dadurch häufig verdrängt oder nicht adäquat verarbeitet, was langfristig zu inneren Konflikten führen kann.
- Hinzu kommt, dass es an kostenfreien und geschützten Räumen fehlt, in denen Jungen* ihre Gefühle ausdrücken, Traumata aufarbeiten und Unterstützung erfahren können.
Unsere Lösung
- Einrichtung eines sicheren Mal- und Kreativraums, der speziell auf die Bedürfnisse von Jungen* zugeschnitten ist.
- Professionelle Begleitung durch geschulte Fachkräfte, die über Kenntnisse in Trauma- und Stressbewältigung verfügen.
- Einsatz von Malerei und kreativen Ausdrucksformen als niedrigschwelliger Zugang, um Gefühle sichtbar zu machen, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und Potenziale sowie Ressourcen zu aktivieren.
- Förderung von Stressbewältigungsstrategien durch kreative Tätigkeiten, die Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen und Resilienz stärken.
- Schaffung eines Raums, in dem Jungen* ohne Leistungsdruck neue Formen des Ausdrucks erproben und positive Beziehungserfahrungen sammeln können.
Evaluationsprozess
- Kleinforschungsprojekt mit qualitativem Design: Zur Evaluation der Wirksamkeit werden Interviews, Gruppengespräche und Beobachtungen mit beteiligten Jungen* und Fachkräften durchgeführt.
- Auswertung: Die Ergebnisse werden systematisch analysiert und verdichtet, um Rückschlüsse über die Wirkungen und mögliche Verbesserungen zu ziehen.
- Transfer und Dissemination: Nach Abschluss der Projektphase wird ein Magazin erstellt, das Good-Practice-Beispiele dokumentiert und öffentlich zugänglich macht. Dieses Magazin dient sowohl der Sichtbarmachung der Projekterfolge als auch der Anregung für andere Einrichtungen.
Nächste Schritte & Zeitplan
- Der konkrete Zeitplan wird nach Rückmeldung der potenziellen Kooperationspartner*innen erstellt.
- Im Anschluss daran erfolgt eine detaillierte Planung der Projektphasen.
- Die einzelnen Schritte sowie ein verbindlicher Zeitrahmen werden transparent kommuniziert, sobald die Rückmeldungen vorliegen.
Mitmachen / Kontakt
Gabaël Aluc, Bildungsreferent der LAG-Jungenarbeit.
gabael.aluc@lagjungenarbeit.de 0231/5342174
Bild KI-generiert