Praxis der Jungenarbeit

19. Praxiskonferenz Jungen*arbeit Köln 2025

Attraktive Orte für Jungen*

Oder: Die Rolle von Manfluencern und wie man dieser begegnen kann

Knapp 90 Teilnehmer*innen hatte die 19. Praxiskonferenz Jungen*arbeit, die gemeinsam vom LVR, dem PJW NRW, dem LWL sowie der Fachstelle Jungenarbeit NRW organisiert wurde. Aufgeteilt in einen Vortrag und fünf Workshops wurde die Fachtagung zu einer lebhaften und regen Veranstaltung zu einem zunehmend bedeutenden Thema.

Vor, während und nach dem Event haben wir Stimmen eingefangen.

Ablauf:

Lino Köhler und Till Dahlmüller – Vorstellung von zentralen Akteuren maskulinistischer und misogyner männlicher Influencer. – Dissens e.V.

Workshops:

  • Interaktive Methoden um mit Jungen* über Zusammenhänge zwischen (negativen) Gefühlen, Männlichkeit und
    Gewalt(prävention) zu sprechen
  • Ansätze für Jungen*arbeit in pädagogischen Settings der Langzeitpädagogik
  • Jungsfragen - Fokus: digitale positiv gesetzte Jungen*arbeit - anschließend Diskussion - was können wir daraus lernen?
  • Wie kann ich den Herausforderungen und Bedarfen, die aus den Inhalten von maskulinistischen Influencern hervorgehen,
    gerecht werden? Welche Räume dazu kann Jungen*arbeit zur Verfügung stellen?
  • Detox Identity - Migränntlichkeit - Eine intersektionale Perspektive auf Rassismus-, Klassismus- und Männlichkeitskritik für die Jungen*arbeit

 

 

Monika Lauer, AWO Regionalverband Rhein-Erft & Euskirchen

 

Kurz-Interview Elena Fastabend Frauen helfen Frauen e.V.

Warum bist Du auf der Veranstaltung?

Ich habe mich vorher schon für das Thema Jungen*arbeit interessiert, weil wir Präventionsangebote in Schulen machen, speziell Prävention sexualisierter Gewalt. Und da arbeiten wir natürlich auch mit den Jungen*. Ist ja leider auch der richtige Ansatz für unsere Arbeit, weil die Täter hauptsächlich männlich sind. Über den Ansatz, nur mit Mädchen zu arbeiten, sind wir gottseidank hinweg.

Die Klischees, die toxischen Inhalte, die Influencer verbreiten, begegnen uns somit auch in der täglichen Arbeit, etwa der Retraditionalisierungseffekt, also dass Frauen klassisch Hausfrauen seien und die Männer Geld verdienen müssen. Oder auch, dass es nur zwei Geschlechter gebe sowie super-konservative und auch sehr problematische Einstellungen. Mit all dem sind wir regelmäßig konfrontiert. Und als ich dann gesehen habe, dass es genau dazu eine Fortbildung gibt, habe ich mich sehr gefreut und bin natürlich hingegangen.

Der Hauptvortrag ist vorbei. Hat der Dir neue Impulse gegeben oder war das eher eine Zusammenfassung dessen, was Du ohnehin schon wusstest?

Er hat neue Impulse gegeben. Und er hat auch vieles, was ich klischeehaft mitbekomme oder was die Jugendlichen an uns abarbeiten in Kontext gesetzt. Denn ich bin natürlich nicht so tief in dieser Blase der Influencer drin, so dass ich nicht alles so gut überblicken konnte.

Und jetzt folgt folgen die Workshops. Wo hast Du Dich eingetragen?

Workshop 6 „Detox Identity“. Das ist etwas, das uns in unserer täglichen Arbeit auch begegnet und wo wir auch manchmal ein bisschen ratlos davorstehen. Deswegen habe ich genau dieses Thema zusammengefasst. Ich bin sehr gespannt und hoffe, neue Impulse zu kriegen für die Arbeit.

Wirst Du dich mit dem Thema weiter beschäftigen, in dem Du dir diese Videos mal anguckst? Oder die ein oder andere Literaturempfehlung aufgreifst? Oder mal eine Dokumentation? Bewirkt ein solcher Tag auch so etwas?

Ja, das tut es, und das bewirkt auch noch, dass ich jetzt überlege, mich noch zu einer anderen Fortbildung anzumelden. Die kommende zweitägige zum Thema, weil wir ganz direkt konfrontiert sind mit den Auswirkungen, also mit Übergriffen, sexuellen Übergriffen und Grenzüberschreitungen. Dem gegenüber steht dann oft eine unheimliche Hilflosigkeit von Lehrer*innen. Ich merke einfach, dass wir einen riesigen Bedarf haben.

Wie bist Du  auf den Event aufmerksam geworden?

Durch den Newsletter der LAG.

 

Dokumentation früherer Praxiskonferenzen

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