Konfrontative Pädagogik

Konfrontative Pädagogik als pädagogisches Konzept in der Arbeit mit Jungen

Die "Konfrontative Pädagogik" ist in erster Linie ein Modell für die Arbeit mit gewaltbereiten jungen Menschen (Anti-Aggressi-vitäts-Training). Sie orientiert sich an der aus den USA kommenden Idee der Glen-Mills-School. Wir unterscheiden zwei Formen: Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) und Coolnesstraining (CT). Wichtige Vertreter (Weidner, Kilb, Gall etc.) haben diesen Ansatz heruntergebrochen, sodass dieser auch auf Schulen und andere pädagogische Einrichtungen übertragbar ist.

Die "Konfrontative Pädagogik" vermittelt Werte und Normen, die auf unseren zivilisatorischen Standards beruhen. "Niemand hat das Recht, den anderen auszugrenzen, zu beleidigen oder zu verletzen." Es handelt sich um einen Ansatz, der die Gewaltprävention in den Vordergrund stellt. Opferschutz bzw. Opfervermeidung stellt das oberste Ziel dar. Um Opferschutz gewährleisten zu können, müssen Pädagogen*innen an ihrer "Inneren Haltung" zum Thema Gewalt arbeiten.

Die Fortbildung wird sich mit dieser Haltung beschäftigen und darüber hinaus ein Konzept anbieten, das in der täglichen Arbeit umsetzbar ist. Als eine wichtige Methode der "Konfrontativen Pädagogik" sei hier der "Heiße Stuhl" genannt, der in den AATs Anwendung findet. In dem pädagogischen Konzept für Schulen und andere pädagogische Einrichtungen findet der "Heiße Stuhl" keine Berücksichtigung.

Im Rahmen der Fortbildung werden die Basiskomponenten der "Konfrontativen Pädagogik" vermittelt und eingeübt. Neben PowerPoint-Präsentationen finden immer wieder Übungen zu den Themen Gewalt, Respekt und Opferperspektive statt, die mit Blick auf die Praxis refektiert werden. Worauf sollte ich achten, wenn ich die Übungen mit Jungen durchführe? Wo liegen Stolpersteine und wie kann ich diese umgehen?

Beide Tage werden sich mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen. Diese Auseinandersetzung wird nicht auf der theoretischen Ebene, sondern emotional stattfinden.

Aufgrund des hohen Methodenanteils der Fortbildung sollten die Teilnehmer*innen bequeme Kleidung tragen.

zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

9. und 23. Juni 2017

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33-37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

140,00 Euro

Darin enthalten sind Kalt- und Warmgetränke und ein Mittagsimbiss. Die Gebühren werden am Veranstaltungstag bar und gegen Quittung entgegengenommen. Sollte Ihnen oder ihrem Arbeitgeber die Barzahlung des Teilnahmebeitrags nicht möglich sein, bitte wir um eine kurze Nachricht mit der Nennung einer Rechnungsadresse, an die wir vorab eine Rechnung über den Teilnahmebeitrag senden können.

referent

Jungs e.V., Duisburg