Reflexive Arbeit mit jungen Geflüchteten

Seit 2014 sind mehrere 100.000 Menschen nach Deutschland geflüchtet, unter Ihnen auch zahlreiche Minderjährige, welche zum Teil unbegleitet die Bundesrepublik erreichten. Diese jungen Menschen sind in den zahlreichen Kontexten in der Sozia- len und pädagogischen Arbeit angekommen: In Schulen, in den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen, in der ambulanten und stationären Jugendhilfe, aber auch in ehrenamtlichen Kontexten von Initiativen und Vereinen. Oft sehen sich Pädagog*in- nen, Ehrenamtliche und Geflüchtete gleichermaßen vor großen Herausforderungen. Vieles hierbei wird von einem Blick geprägt, welcher durch Vorstellungen, wie der jeweils andere ist, dominiert wird. Diese Vorurteile finden sich sowohl in der öffentlichen Debatte um Geflüchtete und den Umgang mit diesen, aber auch in der pädagogischen Arbeit mit Geflüchteten.

Vorurteile und Ungleichheitsvorstellungen sind nicht nur auf Seiten der Pädagog*innen vorzufinden, sondern ebenfalls bei Geflüchteten. Wie kann damit gearbeitet werden? Dieses Spannungsfeld, in dem sich Pädagog*innen, Ehrenamtliche und Geflüchtete bewegen, wird auf die eine oder andere Art jeden Tag bearbeitet. Doch wie kann ich mit meinen eigenen Vorurteilen reflektiert umgehen und die Bedürfnisse der jungen Geflüchteten im Blick behalten? Wie kann ich mit jungen Geflüchteten arbeiten, wenn diese die verschiedenen Aspekte der Gesellschaft wie Demokratie oder Gleichberechtigung nicht kennen oder gar ablehnen? Und wie offen und gleichberechtigt ist diese Gesellschaft tatsächlich?

Zielgruppe

Die Fortbildung ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

14./15. September 2017

Teilnahmebeitrag

Teilnahme: 75,00 €
Übernachtung (sofern gewünscht): 61,40 €

Referent*innen

Junges e.V. Duisburg / Heroes