Frauen in der Jungenarbeit - Basisqualifikation

Teil 1: EIne Basisqualifikation

Das Aufwachsen von Jungen verläuft oft nicht ohne Reibung und Verluste. Dazu gibt es Jungen, die selbst eher nicht männlich identifiziert werden möchten – auch sie stoßen auf Widerspruch und müssen sich entsprechenden Anfragen gegenüber verhalten. Für soziale und pädagogische Arbeit
eröffnet sich hier ein Feld, in dem es sich lohnt, professionell zu arbeiten: Jungenarbeit bietet Räume, in denen Jungen etwas von sich und ihrem Inneren erfahren oder gar zeigen. Sie können dabei einen Zugang zu eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Stärken oder Schwächen finden und den
Mut finden, etwas Neues, Ungewöhnliches oder Uncooles auszuprobieren. Ziel ist es, Jungen geschlechtergerecht anzusprechen und jungenadäquate pädagogische Zugänge zu entwickeln und die Entwicklung einer selbstbestimmten und -verantwortlichen Persönlichkeit zu fördern.


Dies schließt die Veränderung von Geschlechterverhältnissen in Richtung Gleichheit und Gerechtigkeit ein. Geschlechtersensible Jungenarbeit setzt folglich konkrete Anforderungen an die Fachkräfte voraus. Zentral ist dabei eine den Jungen zugewandte Haltung und die Sensibilität für Zuschreibungen aufgrund von Geschlecht und für Verarbeitungsformen, die Jungen wählen, um dann Ansprache, Ziele und Konzepte in Bezug auf Jungen zu reflektieren.

In dieser zweitägigen Fortbildung werden eigene biographische Zugänge zum Arbeitsfeld "Jungen" erschlossen, grundlegende Sozialisationsbedingungen von Jungen betrachtet und gesellschaftliche Anforderungen an ein Jungenleben herausgearbeitet. Dazu dient eine Einordnung in Genderansätze und die Berücksichtigung auf andere kreuzende Kategorien: Von welchen Jungen reden wir in Bezug auf Alter, Herkunft, soziale Verortung, Bildung,
sexuelle Orientierung etc.. Zentraler Aspekt ist zudem die Frage, welche Herausforderungen, Chancen und Grenzen darin liegen, wenn Frauen mit Jungen arbeiten. Praxisbeispiele aus der Jungenarbeit bzw. die Einbeziehung der pädagogischen Arbeit der Teilnehmerinnen und die Reflexion dieser Praxis runden die Fortbildungstage ab.

zielgruppe

Die Fortbildung ist für weibliche Fach- und Lehrkräfte ausgeschrieben.

Termin

31. Mai und 1. Juni 2017

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33-37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

140,00 Euro

Darin enthalten sind Kalt- und Warmgetränke und ein Mittagsimbiss. Die Gebühren werden am Veranstaltungstag bar und gegen Quittung entgegengenommen. Sollte Ihnen oder ihrem Arbeitgeber die Barzahlung des Teilnahmebeitrags nicht möglich sein, bitte wir um eine kurze Nachricht mit der Nennung einer Rechnungsadresse, an die wir vorab eine Rechnung über den Teilnahmebeitrag senden können.

referent

Institut für Gender-Perspektiven