Vernetzungstreffen

Eine kontinuierliche, gelingende Jungenarbeit braucht zur fachlichen Weiterentwicklung und Aktualisierung Vernetzung und Austausch. Die Fachstelle Jungenarbeit NRW steht landesweit in Kontakt mit über 45 Arbeitskreisen, in denen mehr als 550 Institutionen und Fachkräfte vertreten sind. Sie hat sich daher zur Aufgabe gemacht, weitergehende Vernetzung zu unterstützen und bietet Fachkräften über regelmäßig stattfindende Vernetzungstreffen

  • ein Forum zur inhaltlichen Auseinandersetzungen und zum fachlichen Austausch,
  • Möglichkeiten zum Transfer zwischen Theorie und Praxis von Jungenarbeit,
  • Instrumente zur Qualitätsentwicklung und -sicherung der Kinder- und Jugendhilfe
  • und die Flankierung von inhaltlichen, sozialräumlich- und adressatenorientierten Konzept- und Strukturentwicklungsprozessen.

Sofern Sie Vernetzung zu einem bestimmten Thema wünschen, melden Sie sich bei uns! Wir sind dankbar für jeden Impuls!

Jungenarbeit meets Jungenarbeit

In 2017 sind zwei Vernetzungstreffen geplant, die in Kooperation mit Arbeitskreisen der Jungenarbeit in NRW umgesetzt werden. Beide Vernetzungstreffen sprechen gezielt Fachkräfte in den Jungenarbeitskreisen und an der Vernetzung interessierte Fachkräfte an.

Mit beiden Vernetzungstreffen bietet die LAG Jungenarbeit NRW Neueinsteigern*, erfahrenen Praktikern* und Interessierten die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen in den Arbeitskreisen der Jungenarbeit, deren Angeboten und Erfahrungen auszutauschen, die eigene Arbeit zu reflektieren und sich anregen zu lassen. Zudem stellt sich die Frage, ob und inwieweit die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen der Arbeitskreise sich stärker bündeln und nutzen lassen, um die (Weiter)Entwicklung von Jungenarbeit auf Landesebene, auch mit Perspektive auf die Verstetigung einer jungenpolitischen Perspektive als Querschnitt voranzubringen:

  • Welche Struktur, Geschäftsordnung und Prinzipien der Zusammenarbeit haben Arbeitskreise jeweils für sich entwickelt? Welche Erfahrungen werden hier gemacht und welchen besonderen Aufgaben sind hier zu begegnen?
  • Welche Entwicklungen waren in den letzten Jahren für Arbeitskreise der Jungenarbeit bedeutsam und welche Konsequenzen folgten hieraus für die Ausrichtung und Arbeit der Arbeitskreise?
  • Welche Bedeutung haben die Arbeitskreise der Jungenarbeit für die Qualitätsentwicklung und -sicherung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe in den Kommunen und Kreisen?
  • Welche Formen der arbeitskreisübergreifenden Kooperation und Zusammenarbeit sind vorstellbar und lassen sich gemeinsame Fachveranstaltungen und Angebote organisieren und umsetzen?
 

Zielgruppe

Die Vernetzungstreffen sind für männliche* Fach- und Lehrkräfte ausgeschrieben.

Termine

13. Juni 2017 in Duisburg
23. November 2017 in Bielefeld
jeweils 10 bis 16 Uhr

Ort

Bielefeld: Genauere Angaben folgen!

Teilnahmebeitrag

Keine Kosten

Jungenarbeit meets sexuelle Vielfalt

Jungenarbeit erfährt seine Umsetzung vielfach als Pädagogik eines (vermeintlich) geschlechtshomogenen Raums, der von den Jungen* nutzbar ist und genutzt wird, die sich als Jungen* fassen und als solche gesehen werden. Ziel dieses Settings ist es, Jungen* Orte des Schutzes vor Entwertung und der Ermutigung zu eröffnen, sodass sie sich mit an sie gerichtete geschlechterstereotype Zuschreibungen und Zumutungen kritisch auseinandersetzen können. Zudem wird angenommen, dass hierdurch die in der Gruppe angelegte Vielfalt und Differenz "anders" sichtbar und erlebbar wird und hierdurch eine Anerkennung erfahren kann.

Dem gegenüber steht die Erfahrung, dass sich eben nicht alle Jungen* von den Angeboten der Jungenarbeit gemeint und angesprochen fühlen. Für viele schwule, queere und Transjungen* steht beispielsweise die Befürchtung im Raum hier keinen Platz mit ihrem "anders sein" zu finden und nicht vor Diskriminierung und Abwertung geschützt zu sein.

Das Vernetzungstreffen möchte Fachkräften der Jungenarbeit die Möglichkeit geben, zu ihrem Ansatz und Verständnis von Jungenarbeit in Austausch zu kommen und hierbei insbesondere der Frage zu nähern, welche Rolle das Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt von Jungen* für ihre Jungenarbeit hat:

  • Welche Erfahrungen machen wir in der Jungenarbeit mit schwulen, queeren und Transjungen*?
  • Gibt es Konzepte, mit denen wir gute Erfahrungen machen und die eine Teilnahme und Teilhabe aller Jungen* ermöglichen?
  • Gilt es die Konzepte und Praxis von Jungenarbeit weiter zu entwickeln, damit sich der Fokus auch auf LSBTTIQ*-Jugendliche erweitert?
  • Können Angebote der Jungenarbeit, die sich an alle Jungen* richten als Schutzräume fungieren, die vor Diskriminierungserfahrungen schützen bzw. diese besprechbar machen?

Zielgruppe

Das Vernetzungstreffen ist für Fach- und Lehrkräfte aller Geschlechter ausgeschrieben.

Termin

21. September 2017

Ort

Fritz-Henßler-Haus
Geschwister-Scholl-Str. 33 - 37
44135 Dortmund

Teilnahmebeitrag

Keine Kosten

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