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Aufzaehlung Fachforum
Junge männliche* Geflüchtete und Ankommende in NRW
30. November 2016, Bochum
Die LAG Jungenarbeit NRW lädt zu einem landesweiten Fachforum ein statt. Hier sollen zentrale Themen und Fragen im Kontext der geschlechtersensiblen Arbeit mit Jungen* und jungen Männern* diskutiert und praxisnahe Handlungsanforderungen erörtert werden.
Die Auseinandersetzungen mit
– Diversität und Ressourcen und Grenzen interkultureller und transkultureller Jungenarbeit,
– subjektbezogene Perspektiven, Haltungen und Ressourcen in der Arbeit mit geflüchteten Jungen* und jungen Männern*
– die Beleuchtung von heteronormativen und hiervon abweichenden Perspektiven
werden zentrale Themenbausteine der Vorträge sein und sollen anhand von praxisrelevanten Beispielen bearbeitet werden.

Tagesstruktur
10:00 Uhr: Begrüßung und ein einleitender Überblick zum Projekt
10:30 Uhr: Vortrag: Junge männliche* Geflüchtete und Ankommende in NRW. Aufgabe, Verantwortung und Chance.
11:30 Uhr: Diskussion im Plenum und Erarbeitung von praxisrelevanten Fragen
12:30 Uhr: Mittagessen
13:30 Uhr: Workshops: Konkrete Themenbearbeitung
15:00 Uhr: Zentrale Erkenntnisse und gemeinsame Abschlussdiskussion
16:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Die Teilnahme ist kostenlos und auf 25 Menschen begrenzt.
Veranstaltungort: Zukunftsakademie NRW, Humboldtstraße 40, 44787 Bochum
Die Annmeldung kann über E-Mail malte.jacobi@lagjungenarbeit.de oder formlos über Fax: 0231-5342 174 erfolgen.
Geben Sie bei Anmeldung bitte Name, Vorname, Institution und eMail-Adresse, unter der wir Sie für weitere Informationen direkt erreichen, an.

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Aufzaehlung Stellungnahme der LAG Jungenarbeit NRW:
Junge männliche* Geflüchtete und Ankommende in NRW
Die LAG Jungenarbeit NRW startet ein landesweites Projekt zur geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere in den Arbeitsfeldern nach SGB VIII, §§ 11 bis 14) mit flucht- und migrationserfahrenen Jungen* und jungen Männern*. Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport wird in diesem Rahmen eine Praxisentwicklungsoffensive gestartet sowie ein breit gefächertes Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramm auf den Weg gebracht. Zum Auftakt veröffentlichen wir eine Stellungnahme der LAG JA NRW mit dem Titel: Junge männliche* Geflüchtete und Ankommende in NRW. Aufgabe, Verantwortung und Chance für die Jugendarbeit.
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Aufzaehlung Fachforum und Werkstattgespräch Digitale Welten, reale Räume ... und Jungen*?!
am 27.08.2015 in Hagen-Berchum für bis zu 30 Teilnehmende
Jungen* nutzen soziale Netzwerke, Messenger, Blogs und Video-/Medienplattformen ganz selbstverständlich um sich auszutauschen, sich auszuprobieren, sich darzustellen und ihre Themen und Vorstellungen öffentlich zu benennen. Diese Ausdrucksformen und -instrumente ermöglichen Selbstwirksamkeits- und Partizipationserfahrungen und sind (geschlechter)pädagogisch und –politisch relevant. Es bedarf folglich einer konzeptionellen Verankerung gendersensibler Beziehungsarbeit, verbunden mit einer intersektionalen wie medienkritischen Herangehensweise, die einen Zusammenhang denkt und schafft von formalen und informellen Praxen und Strukturen. Digitale Räume sind als reale, lokale wie globale (Sozial)-Räume zu fassen, in denen gesellschaftliche und politische Partizipation, auch mit Engagementformen, die Jugendarbeit bislang kaum in den Blick nimmt wie z.B. der liquid democracy, stattfindet. Im Blick zu halten sind zudem Hindernisse in Hinblick auf Partizipationsprozesse, damit verbundene Ab- und Ausgrenzung und mögliche Instrumente zur Interessenfindung, -artikulation, und -abstimmung. Zentral ist hier demnach die Frage, an welchen Stellen, welche Jungen* wie und warum (nicht) partizipieren können und wollen, ob es Unterschiede unter Genderaspekten, Milieu, Bildungs-, kulturellen Aspekten gibt und welche Anforderungen sich hieraus für Jugendarbeit und -bildung insgesamt und für Jungenarbeiter* stellen.
Praxisnah bietet das Fachforum den Raum den Zusammenhang von jugendlichem Lebensalltag und digitaler Kommunikation und Perspektiven dieser „viralen“ Zukunft für die Teilhabe und Partizipationsmöglichkeiten von Jungen* zu diskutieren.
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Aufzaehlung Fachforum und Werkstattgespräch Partizipation neu denken und praktizieren – mit einem Blick auf Jungen* am 06.05.2015 in Minden
Partizipation ist eine zentrale Querschnittsaufgabe in der Praxis der Jugendarbeit. Zugleich ist sie als Aufgabe der Demokratiebildung konzeptionell und praxisbezogen verankert. Auch geschlechtersensible Ansätze und die Jungenarbeit sind Querschnittsaufgaben der Jugendhilfe. Für die Praxis aber stellen sich Fragen „wie ‚funktioniert‘ Partizipation ‚wie selbstverständlich‘?“ oder „Wie kann das eigene Mandat als ‚parteilicheR’ Jugendarbeiter*in mit den Interessen von Jungen* und Mädchen* verknüpft werden?“
Der Umgang mit neuen Partizipationsformen (und -hindernissen) sowie bislang wenig wahrgenommenen Formen des Engagements – gerade von Jungen* – rücken in den Fokus. Von allen Seiten wird eine Weiterentwicklung partizipativer Praxen der Jugendarbeit eingefordert.
Intersektionale Ansätze ermöglichen hier z.B. differenziertere und unsere Praxis erleichternde Zugänge zum Lebensalltag von Jugendlichen. Zugleich stellt sich die Frage nach der Bedeutung der Kategorie Geschlecht und den daraus folgenden Konsequenzen. Oft erscheinen Ansätze von Jugendpartizipation, geschlechtergerechter Arbeit oder Inklusion jedoch eher als Anforderung „von oben“, als zusätzliche Belastung in einem eh‘ komplizierten Arbeitsalltag.
Daher stellen sich Fragen:
• Wie kann unter diesen Voraussetzungen eine von allen Beteiligten getragene und gelebte partizipative Praxis der Jugendarbeit aussehen, die zudem auch geschlechtersensibel ist?
• Was bedeutet dies für unseren(sozial)pädagogischen Alltag?
• Wie können wir durch Weiterentwicklung partizipativer Praxis unseren Arbeitsalltag erleichtern?
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Aufzaehlung Konferenz Praxis der Jungenarbeit 14: Männlichkeit – Herausforderung und Faszination für Jungen & Jungenarbeiter am 20. Mai 2015 im LVR in Köln.
Es sind Jungenarbeiter gefordert, ihre geschlechtsbezogenen Wahrnehmungsmuster zu reflektieren. Welche Männlichkeit wollen sie fördern, welche nicht? Und wo stößt Jungenarbeit an ihre Grenzen, wenn es um Entwicklungen wie die Faszination junger Männer für rechtsradikale Szenen bis hin zum Krieg geht?
Die Konferenz will zur Diskussion und Reflexion dieser und weiterer Fragen aus der aktuellen Jungenarbeit einladen. Neben einem Fachvortrag von Prof. Dr. Marc Schulz von der Fachhochschule Köln werden in mehreren Fachforen konkrete Praxisbeispiele aus der praktischen Arbeit mit Jungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern präsentiert.
Eingeladen sind ausschließlich männliche Fachkräfte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus dem Bereich Schule.
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Aufzaehlung Neue Broschüre: Irgendwie anders?! Fachveranstaltungen zur geschlechterbezogenen Arbeit mit Jungen 2015 erschienen „Irgendwie anders?!“
Wir haben in diesem Jahr eine Vielzahl an neuen, spannenden Themen in die Reihe aufgenommen, so etwa „Anti-Mobbing-Arbeit mit Jungen“, „you only live once – Risigogik in der Jungenarbeit“, „Klassenclowns und Narrenfreiheit. Wie können die Prinzipien von Clown und Fool die Jungenarbeit bereichern?“ oder auch „Wenn der Vater mit dem Sohne ... oder auch ohne ... Väterarbeit und Vater-und-Sohn-Arbeit“. Neu ist auch die zweitägige Fortbildung „Frauen in der Jungenarbeit“, die sich im Sinne einer Basisqualifikation an weibliche Fach- und Lehrkräfte richtet. Darüber hinaus findet an zwei Tagen die Veranstaltung „anders und gleich – Was geht mich das an? Sexuelle Vorurteile in der Jugendarbeit“ statt. Wir freuen uns sehr, dass wir hierfür die NRW-Fachberatungsstelle sexuelle Vielfalt & Jugendarbeit „gerne anders!“ als Kooperationspartner gewinnen konnten.
Hinweisen möchten wir zudem darauf, dass die nächsten Durchläufe der berufsbegleitenden Qualifizierungskurse „Jungs erreichen – Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit“, die wir seit Jahren in Kooperation mit den beiden Landschaftsverbänden Rheinland/Landesjugendamt und Westfalen-Lippe/Jugendhof Vlotho anbieten, im März 2015 bzw. im November 2015 starten.
Zu guter Letzt sei erwähnt, dass die Konferenz „Praxis der Jungenarbeit“ am 20. Mai 2015 bereits zum 14. Mal stattfindet.
Wir hoffen sehr, dass wir ein für Sie interessantes und vielfältiges Angebot zusammengestellt haben Zur Broschüre pdf Logo .

Aufzaehlung Fachtag Starter Kit. Zukunft für Einsteigerinnen und Einsteiger
3. November 2014 in Dortmund
Die nordrhein-westfälischen Landesarbeitsgemeinschaften der Jungen- und Mädchenarbeit sowie Schulsozialarbeit veranstalten einen gemeinsamen Fachtag zu den Material- und Methodensets Starter Kit – Zukunft für Einsteiger und Einsteigerinnen. Die Starter Kits eignen sich
- für die geschlechterbewusste und kultursensible Arbeit im Themenfeld Lebens- und Berufsplanung ab dem 8. Schuljahr.
- für den Einsatz in geschlechtshomogenen Gruppen, die bei Bedarf zum Abschluss zusammengeführt werden können.
- für den Einsatz an allen Schulformen sowie in pädagogischen Settings außerhalb von Schule.
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Aufzaehlung Fachforum und Werkstattgespräch: Partizipation neu denken und umsetzen Im Fokus: Jungen_* am 01.10.2014 in Dortmund
Partizipation wurde bislang in der Jungen- wie allgemein in der Jugendarbeit als Querschnittsaufgabe in der Praxis oder als Aufgabe der Demokratiebildung konzeptionell und praxisbezogen verankert. Dabei galt es das eigene Mandat als parteilicher Jungenarbeiter* mit den Interessen von Jungen zu verknüpfen ... Partizipation schien dann wie selbstverständlich zu funktionieren. Neuere Diskurse, Ansätze und Forschungen rücken nunmehr auch den Umgang mit Partizipationshindernissen und bislang wenig wahrgenommenen Engagementformen von Jungen in den Fokus. Intersektionale Ansätze schaffen zudem differenziertere Zugänge zum Lebensalltag von Jungen. Zugleich wird damit in einigen Diskursen die Kategorie Geschlecht/Junge obsolet. Wie kann unter solch konträren Voraussetzungen eine von allen Beteiligten getragene partizipative Praxis der Jungenarbeit aussehen, die zudem über Jungenarbeit hinaus gesellschaftlich relevant ist? Was bedeutet das für unseren - Differenz reflektierenden - Alltag in Jugendarbeit, Jugendverbänden und Schulsozialarbeit?
Das Fachforum und Werkstattgespräch liefert zu diesen Fragen einen praxisnahen Einstieg!
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Aufzaehlung Fachtagung Kooperationen von Mädchen- und Jungenarbeit – kommunal, regional, landesweit. Reflexion, Erfahrungen, Ausblicke am 22.05.2014 in Duisburg
Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, welche Kooperationserfahrungen Fachkräfte aus der Mädchen- und Jungenarbeit bisher gemacht haben. Was sind gute Erfahrungen? Was sind Knackpunkte und was braucht die Kooperation, damit sie gelingen kann?
Die Veranstalter*innen bringen ihre eigenen Kooperationserfahrungen auf kommunaler und landesweiter Ebene in die Fachtagung mit ein. Sie wollen mit dieser Tagung einen Ort der Reflexion und des kollegialen Austauschs schaffen, um aus den bisherigen Erfahrungen zu schöpfen und eine Grundlage für die weitere Arbeit zu legen.
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Aufzaehlung Das Set „junge liebe – mehr als sechs mal sex“ greift ein Kernthema der Jungenarbeit auf: Sexualität. Das Thema Sexualität wird hierbei nicht auf den Geschlechtsverkehr, Geschlechtskrankheiten und/oder Verhütungswissen reduziert. Vielmehr sind auch Fragen und Aspekte von Identität, Beziehung, Fruchtbarkeit, Lust, die sogenannten Sinnaspekte der Sexualität, wie auch die Gesamtheit der Verhaltensweisen, Lebensäußerungen, Empfindungen und Interaktionen der Menschen, mit beinhaltet.
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Aufzaehlung Fachtag und Erstpräsentation "junge liebe - mehr als sechs mal sex" am 02.04.2014 in Dortmund
Nach den sehr guten Erfahrungen mit dem Starter Kit zum Thema Leben und Zukunft, hat sich die LAG Jungenarbeit NRW nun dazu entschlossen, eines der „Kern-“ und gleichermaßen „heißen Themen“ der Jungenarbeit anzugehen: Sexualität. Mit dem Set „junge liebe“ möchte die LAG Jungenarbeit NRW Trägern, Institutionen und Fachkräften der Jungenarbeit die geschlechterbezogene, sexualpädagogische Arbeit mit Jungen erleichtern und diese qualitativ unterstützen. Der Fachtag bietet die Möglichkeit das Set „junge liebe - mehr als sechs mal sex“ zu durchlaufen und vertiefend kennen zu lernen.
Ausschreibung als pdf Logo-Datei laden (~670 kB).
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Aufzaehlung Praxis der Jungenarbeit 13
Partizipation – ein Begriff, der sich seit jeher in vielen pädagogischen Konzeptionen findet und im pädagogischen Alltag schnell formuliert wird, ausgehend von einem vermeintlichen Konsens: „Klar wollen wir Jungen (und Mädchen) beteiligen!“ Schaut man sich Konzeptionen und Haltungen der Akteure auch in der Jungenarbeit genauer an, stellt man schnell fest, dass Partizipation etwas mit dem methodischen Vorgehen, dem Bild von Jungen, den pädagogischen (Erziehungs)Zielen, dem Gesellschaftsverständnis der Fachkräfte und deren eigener Haltung zu tun haben kann. Besonders spannend wird es, wenn man zudem reflektiert, wie Jungen selbst Partizipation im Alltag (er)leben.
Vor diesem Hintergrund lädt die Konferenz „Praxis der Jungenarbeit 13“ zur gemeinsamen Auseinandersetzung über die Frage ein, wie Partizipation ein geeigneter Leitbegriff für die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen sein kann. Grundlage der Diskussionen sind zum einen Praxisberichte; zum anderen werden Ergebnisse der aktuellen NRW-Studie „Jugend.Leben“ vorgestellt.
Eingeladen sind männliche Fachkräfte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus dem Bereich Schule. – Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung pdf Logo.

Aufzaehlung together - Lesbisch / Schwule Jugendprojekte haben neuen Namen
Vor über 10 Jahren begann was heute die Zusammenarbeit von Café Vielfalt (Essen), enterpride (Mülheim) und The Point (Gelsenkirchen). Über 10 Jahre organisieren die Treffs nun gemeinsam Freizeit-, Kontakt- und Beratungsangebote für junge Lesben, Schwule und Bisexuelle im Ruhrgebiet. Das wichtigste dabei: Die jungen Menschen brauchen ihre sexuelle Orientierung hier nicht verstecken. Im Gegenteil; sie erleben im Kontakt mit anderen jungen Lesben und Schwulen, wie „normal“ es sein kann, lesbisch/schwul zu sein.
Seit etwas über einem Jahr organisiert der Verein nun auch Jugendprojekte am Niederrhein. Im Rahmen eines landesgeförderten Projektes entstanden bereits neue Projekte von jungen Lesben und Schwulen in Krefeld und dem Kreis Kleve. Eine Gruppe in Voerde / Kreis Wesel steht schon in den Startlöchern.
Die Jugendprojekte haben in den letzten Jahren viel zusammen gemacht und sich immer wieder verändert: neue Ort, neue Angebote, neue Öffnungszeiten, neue Projekte. Dies ist wichtig, da sich auch die Wünsche und Interessen von jungen Menschen immer wieder verändern. Nun haben alle Treffs auch einen neuen, gemeinsamen Namen – together.
Mit dem Ziel eine neue Internetpräsenz zu erstellen, tauschten sich junge Lesben und Schwule aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein in gemeinsamen Workshops aus: Was wollen junge Lesben und Schwule? Womit kann man sie erreichen? Wie wollen wir uns darstellen?
… plötzlich war sie da, die together- Idee! Junge Lesben und Schwule, die oft von Ausgrenzung betroffen sind, wünschen sich vor allem eins: Kontakt und Gemeinschaft. Sie wollen „zusammen sein“. Genau das sind sie bei den Treffs und Gruppen. Diese Botschaft ist so wichtig, dass sie nicht nur in einen Untertitel gehört. Auch die Idee, dass ihre Projekte einen gemeinsamen Namen haben und so das Gemeinschaftsgefühl deutlich wird, gefiel den Workshopteilnehmer*innen, die ohnehin schon viele Aktionen gemeinsam erlebten. Hierfür mussten sie vor Ort in den Einrichtungen manchmal durchaus Überzeugungsarbeit leisten. Immerhin sind die alten Namen bekannt und gaben auch Identifikation. Aber die Idee hat sich durchgesetzt.
www.together-virtuell.de.

Aufzaehlung 2012 ist das neue Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Dies nimmt die Veranstalterrunde – das LVR-Landesjugendamt Rheinland, das Paritätische Jugendwerk NRW und die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V. – zum Anlass, das Thema Jungen schützen in den Mittelpunkt zu stellen.
Schon seit dem vielzitierten Klassiker "Kleine Helden in Not" ist bekannt, dass Jungen in vielen Lebenslagen Unterstützung brauchen. Jungen schützen geht aber noch einen Schritt weiter und nimmt Jungen explizit als mögliche Opfer in den Blick. Diese Haltung ist zwar in Fachkreisen schon länger ein Thema – im Mainstream der (pädagogischen) Diskussionen jedoch noch nicht überall angekommen. Und auch für viele Jungen ist es nach wie vor nicht selbstverständlich, sich als schutzbedürftig zu sehen.
Welche Aufträge ergeben sich hier für Träger, Teams und Fachmänner, die Jungen besser schützen wollen. Welche erprobten pädagogischen Zugänge gibt es in der Jungenarbeit? Diese und weitere Fragen sollen bei der Konferenz diskutiert und beantwortet werden.
Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung können Sie der Ausschreibung pdf Logo entnehmen.

Aufzaehlung Soll die Umsetzung von Gender und geschlechterpädagogischer Arbeit vor Ort gelingen, so bedarf es der Kooperation und gelingender dialogischer Prozesse der Mädchen- und Jungenarbeit. Die Landesarbeitsgemeinschaften der Mädchen- und Jungenarbeit in NRW pflegen seit mehreren Jahren den gemeinsamen Dialog und fortlaufende Kooperationen.
Im Mittelpunkt der dokumentierten Fachtagung "Selbstbewusst und eigensinnig im Kontakt. Mädchen- und Jungenarbeit im Dialog" im Herbst 2010 stand die Frage, wie Geschlechterdialog in der Mädchen- und Jungenarbeit gelingen kann.
Ziel der Tagung war es, ein Forum dafür zu schaffen, nicht nur über den Geschlechterdialog zu reden, sondern selbst in den Dialog zu treten.
Das Heft enthält den grundlegenden Vortrag "Zwischen Ausstreiten und Einfühlen - Wie geht gelingender Geschlechterdialog" von Annemarie Schweighofer-Brauer und Hans-Joachim Lenz, Reflexionen aus der Kooperationspraxis aus den Arbeitsfeldern soziale Trainings/Selbstbehauptungskurse, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der sexualpädagogischen Arbeit mit Mädchen und Jungen sowie die Dokumentation der Dialoge im Rahmen des Word Cafes und der abschließenden Auswertung.
[zum Bestellformular ...]

Aufzaehlung Auch 2012 veröffentlicht die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Nordrhein-Westfalen den Veranstaltungskalender "Irgendwie anders?!" mit Fortbildungen zur geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen.
Grundlegend ist die Leitidee "Von der Praxis für die Praxis". Die Angebote sind daher von in der Jungenarbeit Tätigen aktuell und alltagstauglich konzipiert. Sie finden "Klassiker*innen", wie "Sexualpädagogisches Arbeiten mit Jungen", "Gewaltprävention", in diesem Jahr mit Fokus auf die Arbeit mit Tätern, und "Jungen in der Schule", als auch neue Angebote, wie "Jungen können alles!?", eine Veranstaltung, die sich auf ein gruppenbezogenes Angebot bezieht, welches seit 10 Jahren von der Caritas-Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Ahaus umgesetzt und weiterentwickelt wird.
Hinweisen möchten wir auch auf die 2-tägige und damit erweiterte Fortbildung zum Thema Crosswork am 26./27.04.2012.
Erstmalig finden sich in der Broschüre zusätzliche LAG- und arbeitskreisinterne Netzwerktreffen, die einen weitergehenden Austausch ermöglichen. Diese stehen in diesem Jahr unter der Überschrift "Methoden in der Jungenarbeit" und "Verletzbarkeit von Jungen – Jungen als Opfer (sexualisierter) Gewalt".
In dieser Broschüre pdf Logo sind die Veranstaltungen 2012 zusammengefasst.

AufzaehlungAm 28.03.2012 startet der Qualifizierungsdurchlauf in Kooperation mit dem LVR-Landesjugendamt Rheinland
"Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit".

Die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen (und Mädchen) ist als Querschnittsaufgabe gesetzlich im SGB VIII und im Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW festgeschrieben. Viele Fachkräfte arbeiten zwar tagtäglich mit Jungen: Doch ist die Arbeit mit Jungen nicht schon Jungenarbeit! Das erkennen verstärkt Fachkräfte und Träger und fragen deshalb nach entsprechenden Qualifizierungsangeboten.
Mit dem Praxis begleitenden Qualifizierungskurs "Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit" – ein Angebot von LVR-Landesjugendamt Rheinland und der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V. – wird dieser Bedarf aufgegriffen und wird der Weg zur geschlechtsbezogenen Jungenarbeit eröffnet. Die Fortbildung besteht aus einem Qualifizierungsmodul (zwei dreitägige Seminare zu den Grundlagen der geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen), einem mehrmonatigen Praxismodul sowie einem zweitägigen abschließenden Reflexionsmodul.
Zielgruppe sind männliche Fachkräfte aus der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, den Hilfen zur Erziehung, den Tageseinrichtungen für Kinder, aber auch aus dem Bereich Schule, die im Alltag mit Jungen arbeiten. Flyer pdf Logo

Erster öffentlicher Auftritt der BAG Jungenarbeit beim Deutschen JugendhilfetagAufzaehlung Erster öffentlicher Auftritt der BAG Jungenarbeit beim Deutschen Jugendhilfetag (DJHT) in Stuttgart

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit ist vom 07. - 09.06.2011 in Stuttgart mit einem Messe-Stand vertreten gewesen, auf dem sich verschiedene Vertreter und Institutionen, die Mitglied der BAG Jungenarbeit sind, gemeinsam präsentiert haben. Über den Messestand hinausgehend war die Bundesarbeitsgemeinschaft an einem Podiumsgespräch zu "Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Jungenarbeit" des Paritätischen Gesamtverbandes und der Paritätischen Jugendwerke beteiligt. Auf dem DJHT erstmalig öffentlich präsentiert, wurde zudem das aktuelle Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft.

Aufzaehlung Mehr Männer in die Soziale Arbeit!? Kontroversen, Konflikte, Konkurrenzen
gFFZ-Arbeitskonferenz für Hochschulen in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Geschlechterverhältnisse in der Sozialen Arbeit“ des Fachbereichtages Soziale Arbeit (FBTS) und dem Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt am Main
Soziale Arbeit war und ist ein Beruf, in dem deutlich mehr Frauen als Männer tätig sind. Dieser Umstand wird seit einiger Zeit verstärkt als Problem diskutiert. Vor allem die Diagnose der „männlichen Modernisierungsverlierer“ hat die Forderung nach mehr Männern im Erziehungs- und Bildungswesen zu einer gewissen Selbstverständlichkeit gemacht.
Kampagnen zur Förderung von Jungen in sozialen Berufen erhalten von höchster politischer Ebene Unterstützung. Gleichzeitig finden gegenläufige Entwicklungen statt: Mit dem Wegfall der Wehrpflicht und des Zivildienstes entfällt ein wichtiger Rekrutierungsort für männlichen Nachwuchs in der Sozialen Arbeit. Zudem rückten mit den Missbrauchsskandalen in Schulen und Kirchen, die im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt haben, männliche Pädagogen in ein zweifelhaftes Licht.
Während Männerförderung für den Beruf der Sozialen Arbeit einerseits viel Zustimmung findet, wirft sie doch andererseits eine Reihe von offenen Fragen auf, die bislang wenig thematisiert werden.
Warum haben die Programme zur Erhöhung des Anteils männlicher Professioneller derzeit Konjunktur? Welche Interessen stehen dahinter?
Warum sollen mehr Männer in die Soziale Arbeit? Welche Erwartungen an Männer – und an Frauen – verbergen sich darin?
Was bedeutet die Männerförderung für die Frauen in Studium und Beruf der Sozialen Arbeit? Wie verändern sich geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen? Welche neuen Geschlechterkonkurrenzen können auch entstehen?
Die Arbeitskonferenz will Raum geben, die aktuelle Konjunktur der Männerförderung in der Sozialen Arbeit kritisch zu reflektieren, Tabus, Widersprüche und Konfliktmomente zu erkennen und berufs- und fachpolitische Positionen zu entwickeln.
Die Konferenz findet am Freitag, 24.06.2011, von 9:30-18 Uhr in der Fachhochschule Frankfurt am Main statt.
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Anmeldung zur Tagung unter paeplow.j@gffz.de

Aufzaehlung Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche – zwischen Drama und Bagatellisierung
Fachtag am 27.06.2011
in Kooperation des Kreises Gütersloh (Abt. Jugend, Familie und Sozialer Dienst), der pro familia, der Anlauf- und Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche "Wendepunkt" und der Bildungs- und Schulberatung des Kreises Gütersloh.
Sexuell grenzverletzendes Verhalten unter Kindern und Jugendlichen hat es immer gegeben. Aber führt Pornografiekonsum wirklich zu sexueller Verwahrlosung und wird dies auch in einer Zunahme sexueller Gewalt unter Kindern und Jugendlichen deutlich? Weiter ...
Die mediale Präsenz des Themas hat dafür gesorgt, dass pädagogische Fachkräfte sensibilisiert sind. Dabei ist allerdings auch eine große Unsicherheit spürbar. Wo hört zum Beispiel kindliche Sexualität auf und fängt sexuelle Gewalt an? Welche Interventionskonzepte sind sinnvoll, wenn in meiner Institution ein Übergriff stattgefunden hat? Wie schütze ich die Opfer? Wie vermeide ich Überreaktionen?
Ziel der Fachtagung ist es, den fachlichen Dialog anzuregen, Unsicherheiten abzubauen und Handlungskompetenzen zu stärken.
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Aufzaehlung "Kleine Jungs – ganze Kerle Jungenarbeit(er) und Jungen zwischen Konzept, Praxis und Prosa""Kleine Jungs – ganze Kerle Jungenarbeit(er) und Jungen zwischen Konzept, Praxis und Prosa"
Ziel der Veröffentlichung ist es, pädagogischen Fach- und Lehrkräften, Sozialarbeiter_innen und pädagogisch Interessierten die Möglichkeiten einer erfolgreichen pädagogischen Praxis mit Jungen vorzustellen und den Blick für die täglich geleistete biographische und lebensorientierende Beziehungsarbeit und Kommunikation mit Jungen zu schärfen. Hierzu haben Pädagog_innen und Wissenschaftler_innen über 25 erzählerische, kreative und wissenschaftliche Beiträge und Statements aus ihrer Praxis bzw. ihrer Perspektive auf Praxis zur Verfügung gestellt.
Die Publikation, gefördert vom Jugendministerium NRW und mit einem Vorwort von Ministerin Ute Schäfer, wird in der Schriftenreihe des LVR-Landesjugendamtes Rheinland verlegt.
Weitere Informationen...

Aufzaehlung 30 Jahre Sexualpädagogik bei der pro familia NRW bedeuten 30 Jahre Einsatz für sexuelle Rechte und sexuelle Selbstbestimmung, mal mit dem, mal gegen den Mainstream. Dies war nicht immer leicht und selbstverständlich kann pädagogische Arbeit nicht ohne Selbstkritik und Fehler gelingen, aber es hat sich gelohnt und wir sind Stolz darauf. Wir nehmen dies zum Anlass einen Fachkongress zu veranstalten. Gemeinsam möchten wir Rückschau halten, aktuelle Fragen diskutieren, neue Ideen entwickeln, aber auch traditionelle sexualpädagogische Themen nicht vernachlässigen. Und natürlich soll das gemeinsame Feiern nicht zu kurz kommen.
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Aufzaehlung LfM Basisschulung Fernsehen
Die Landesanstalt für Medien NRW bietet noch bis einschließlich Dezember 2011 einen kostenfreien Fernsehschnupperkurs für Einsteiger an.
Sie (Ihr Verein, Verband etc.) sollten aus NRW sein brauchen dann nur noch Räumlichkeiten für zwei Tage und mindestens 8 Teilnehmer.
Dann kommen zwei Medientrainer inkl. Technik bei Ihnen vorbei und wir gestalten zusammen einen kleine Sendung die dann im digitalen Kabelnetz auf nrwision und im Internet (www.nrwision.de) laufen wird.
Nach einer Planung der Sendung und einer kleinen Technikeinführung geht es schon los und die Teilnehmer drehen, schneiden, moderieren ihre eigene Sendung.
Es gibt allerdings einige Vorgaben, das Layout der Sendung steht schon fest und muss "nur noch" mit Inhalt gefüllt werden. Die Sendung heißt "Unser Ort" und besteht aus Umfragen, Beiträgen und Moderation. Beispiele von bereits erstellten Sendungen finden Sie hier:
unser_ort
einfach mal durchklicken.
Falls Ihr Interesse geweckt worden ist melden Sie sich doch einfach bei:
Achim Böcking (Medientrainer)
achim.boecking@gmx.de
Mobil: 0173 530 58 63
Infos pdf Logo der Landesanstalt für Medien NRW

Aufzaehlung Veranstaltungskalender "Irgendwie anders?! 2011" veröffentlicht

In Kooperation mit unterschiedlichen Trägern und Institutionen wird die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW auch in 2011 verschieden Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote zur geschlechterbezogenen Pädagogik anbieten.
Die Reihe folgt der Leitidee „Von der Praxis für die Praxis“ und die hier aufgeführten Referierenden sind seit vielen Jahren in der Jungen- und Jugendarbeit sowie der Erwachsenenbildung tätig und bringen dahingehend ein großes Fachwissen gepaart mit einer gehörigen Portion Erfahrung mit.
In diesem Jahr finden Sie u.a. Veranstaltungen zum Thema
- Jungen in KITA,
- in Schule und Schulsozialarbeit,
- in Berufsintegrationsmaßnahmen,
- Männerbilder im Alten Testament,
- sexualpädagogisches Arbeiten mit Jungen,
- Jungen und Pornografie
- Gewaltprävention mit Jungen in interkulturellen Kontexten,
- ICQ-Beratung mit Jungen,
- mit Gruppen arbeiten,
- Methoden zum Thema Männlichkeit,
- Bewegungs- und Spielaufgaben für Jungen und
- gegengeschlechtliches Arbeiten/Cross Work.

Wir denken, dass wir Ihnen hiermit ein breites, spannendes und motivierendes Fortbildungsangebot zusammengestellt haben.
Sofern Ihnen ein Thema oder ein besonderer Aspekt fehlen sollte, melden Sie sich bitte. Sie haben die Möglichkeit uns gerne eigene Themenwünsche mitzuteilen. Wir werden diese Hinweise und Anfrage in unsere weiteren Planungen mit einfließen lassen.
Irgendwie anders?! 2011 pdf Logo

Aufzaehlung Jungenarbeiter gründen Bundesarbeitsgemeinschaft

Hannover. Nach mehr als einjähriger Vorbereitungsphase wurde am 17. Dezember 2010 die Bundesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit gegründet. Aus allen Teilen Deutschlands waren dazu 18 pädagogische Fachkräfte trotz bundesweitem Schneechaos nach Hannover angereist.

Jungenarbeit ist ein innovativer pädagogischer Ansatz, der geschlechtsreflektierend die besonderen Interessen und Herausforderungen von Jungen und vor allem ihre Ressourcen in den Blick nimmt. Jungenarbeit bietet zeitgemäße pädagogische Lösungen und Modelle für Jugendarbeit wie für den schulischen Alltag. Hier wird der konstruktive Umgang mit Aufgaben ermöglicht, die Jungen im weitesten Sinne heutzutage mit sich bringen, das umfasst auch die Herausforderungen, die durch Bildungsstudien wie PISA oder in unterschiedlichsten Medien aktuell angemahnt werden.
Die Etablierung der Jungenarbeit als Querschnittsaufgabe in allen pädagogischen Prozessen ist das Ziel, das sich die BAG Jungenarbeit gesteckt hat. Der bundesweite Zusammenschluss soll dazu beitragen die pädagogische Praxis zu entwickeln wie im politischen Rahmen die Interessen von Jungen zu artikulieren. Einig sind sich alle Gründungsmitglieder, dass vor allem die Personen und Institutionen Mitglied werden sollen, die geschlechtsbewusst mit Jungen pädagogisch arbeiten (wollen).
Christoph Grote (mannigfaltig e.V. aus Hannover/LAG Jungenarbeit Niedersachsen), Sandro Dell'Anna (Fachstelle Jungenarbeit NRW), Wolf-Dieter Völkening (LAG Jungenarbeit Schleswig-Holstein), Michael Cremers (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Koordinationsstelle Männer in Kitas), Michael Drogand-Strud (HVHS Alte Molkerei Frille/LAG Jungenarbeit NRW), Renato Liermann (eSw/LAG Jungenarbeit NRW und Kai Kabs (LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg) wurden in den Vorstand der BAG Jungenarbeit gewählt.
Den ersten bundesweiten Auftritt wird die BAG Jungenarbeit auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vom 7. bis 9. Juni 2011 in Stuttgart haben. Außerdem wird die Entwicklung bundesweit anerkannter Qualitätsstandards für die Jungenarbeit einen großen Stellenwert in der Arbeit der BAG Jungenarbeit im Jahr 2011 einnehmen.
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Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf der Website www.bag-jungenarbeit.de
Kontakt:
Christoph Grote/BAG Jungenarbeit
c/o mannigfaltig e.V.
Tel 0511-45 82 162
eMail grote@mannigfaltig.de

Aufzaehlung Praxis der Jungenarbeit 11 am 25.11.2010 beim LVR-Landesjugendamt Rheinland in Köln
Lebens- und Berufsperpspektiven: Heute

Lebens- und Berufsplanung war schon immer eines der zentralen Themen in der Jungenarbeit - und das aus gutem Grund. Viele Jungen haben schon sehr früh einen Traumberuf, wollen Lokführer, Pilot, Astronaut, Sportler, Musikstar … werden. Zukunfts- und Berufsplanung sind aber nicht nur in der Innensicht der Jungen eng miteinander verbunden. Auch in vorherrschenden gesellschaftlichen Bildern ist die berufliche Tätigkeit von Männern fest verankert - nicht zuletzt in der Erwartung, dass vor allem Männer für die Versorgung der Familie verantwortlich sind.
Welche Entwicklungen gibt es am Ausbildungs- und Arbeitsmarktes und welche Anforderungen, Chancen und Risiken ergeben sich daraus für männliche Jugendliche? Dieser Frage hat sich bei der Konferenz mit 100 Teilnehmern der Politikwissenschaftler, Journalist und Autor Dr. Thomas Gesterkamp gestellt. In seinen Ausführungen wurde deutlich und anschließend diskutiert, dass die von ihm in einer Veröffentlichung analysierten "Krise der Kerle" zum Teil auch als Krise der Gesellschaft insgesamt zu lesen ist. Die Entwicklung der Arbeitsgesellschaft in Richtung Dienstleistungsgesellschaft fordert eine hohe Flexibilität von Jungen (und Mädchen). Verbunden sind hiermit auch der Verlust von "Geländern der Lebensführung" und ein Zuwachs an prekären "Lebens- und Arbeitsverhältnissen". In der Jungenarbeit gilt es daher, so schwer dieses teilweise auch umsetzen zu sein scheint, den Umgang mit Ambivalenzen und Unsicherheiten entwickeln zu lernen. Die sechs Fachforen boten die Möglichkeit erprobte Zugänge auf Jungen aus verschiedenen Handlungsfeldern kennenzulernen und mit Blick auf die Umsetzung der eigenen Praxis zu diskutieren, u.a. waren Väter-Söhnearbeit in OGS Primarstufe, kultur- und musikpädagogische Arbeit, Jungenarbeit in der Jugendsozialarbeit, Freiwilligenengangement von Jungen und der in 2011 startende bundesweite Boys Day Thema. Im abschließenden jugendhilfepolitischen Forum zu zukünftigen Forderungen an und Förderungen von Jungen(-arbeit) ist nach Möglichkeiten der Verankerung des Querschnittsthemas Jungenarbeit vor dem Hintergrund der aktuellen finanziellen Situation insbesondere der Kommunen gefragt worden.

Die Praxiskonferenz 11: Lebens- und Berufsperpspektiven: Heute, wurde vom Landschaftsverband Rheinland - Landesjugendamt in Kooperation mit dem Paritätischen Jugendwerk NRW und der LAG Jungenarbeit NRW durchgeführt.

Aufzaehlung Am Abend des 04. November 2010 wurde der
Bundesverband Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.
in Berlin gegründet. Unter den Gründungsmitgliedern befinden sich Organisationen wie Gewerkschaften, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz, die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands. Darüber hinaus auch Fachverbände wie das Väterexpertennetzwerk Deutschland, das Netzwerk Männergesundheit und die in Gründung befindliche Bundesarbeitsgemeinschaft für Jungenarbeit, für die als Delegierter Sandro Dell'Anna an der Gründungsveranstaltung teilgenommen hat.
In den Vorstand gewählt wurden:
Martin Rosowski - Männerarbeit der Evangelischen Kirche Deutschland (Vorsitz)
Matthias Lindner - DGB/Verdi (Stellvertreter)
Franz-Josef Schwack - Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands (Stellvertreter).
Hans-Georg Nelles - Väterexpertennetzwerk Deutschland
Stefan Baier - Netzwerk Männergesundheit
Wolf-Dieter Völkening - LAG Jungenarbeit Schleswig-Holstein
Adreas Goosses - Forum Männer in Theorie und Praxis
Im Kontext des Gründungsprozesses haben sich die Mitglieder verbindlich u.a. auf eine folgende Grundsätze geeinigt:
"Das Bundesforum versteht sich als Interessenverband für Jungen-, Väter- und Männerarbeit. Es ist offen für Akteure aus Politik, Wirtschaft, Sozialsystemen, Kirche, Religionsgemeinschaften, Rechtswesen, Wissenschaft und sonstigen gesellschaftlichen Bereichen. Die Mitglieder des Bundesforums Männer bekennen sich zur Geschlechtergerechtigkeit als Grundprinzip ihrer gemeinsamen Arbeit. In diesem Sinne setzen sie sich dafür ein, dass alle Geschlechter gleichberechtigt im Fokus der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung stehen und wenden sich damit gegen jegliche geschlechtliche Diskriminierung. Die Arbeit des Bundesforums geschieht in konstruktivem Dialog zwischen den Geschlechtern. Das Forum weiß sich der Solidarität unter Männern und Jungen und mit Frauen und Mädchen verpflichtet."

Die Plattform, die im Zuge der Gründungsvorbereitung erarbeitet wurde, steht auf der Website des Bundesforums.
Presseerklärung pdf Logo zur Gründung des Bundesforums

Aufzaehlung Erhebung im Zuge der Landesinitiative Jungenarbeit NRW:
Am 31.12.2010 endet die 2007 gestartete Landesinitiative Jungenarbeit NRW des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW. Es wird daher eine abschließende Befragung nach Projekten und Maßnahmen zur Jungenarbeit vorgenommen. Die Daten können direkt in die Datenbank der Landesinitiative eingetragen werden udn werden nach einer Prüfung freigeschaltet.
Die datenbank ist erreichbar unter: www.initiative-jungenarbeit.nrw.de/projekte-datenbank/
Nach Abschluss der Initiative Jungenarbeit NRW wird die Datenbank auf die Homepage der Fachstelle Gender NRW überführt.
Über zahlreiche und vielfältige Eintragungen freuen wir uns sehr.

Aufzaehlung Uli Boldt mit Teilnehmern"Methoden der Gewaltprävention in der Jugendarbeit" lautet der Titel der fünften Fortbildungsveranstaltung der "Irgendwie Anders?!" Reihe, die am 18. März 2010 im Reinoldinum in Dortmund stattgefunden hat. 14 Fach- und Lehrkräfte aus den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, erzieherische Hilfen und Schule nahmen an dieser Veranstaltung, die vom Referenten Theodor Brocks vom Verein Kääls e.V. in Köln geleitet wurde, teil. Der Bereich der Gewaltprävention und -intervention beschäftigt sich größtenteils mit Maßnahmen und Konzepten, die angewendet werden können, um einerseits der Entstehung von Gewalt vorzubeugen und andererseits bei bereits aufgetretener Gewalt zu intervenieren. Zu Beginn erläuterte der Referent die Bedeutung von klaren Regeln bei der Arbeit mit Jungengruppen. Hierbei hob er hervor, dass die Regeln auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sein müssen und eine Missachtung auf jeden Fall Konsequenzen mit sich tragen muss. Es folgte ein theoretischer Input in dem der Gewaltkreislauf aus Sicht der Gestalttherapie vorgestellt und die Frage nach einem Umgang mit Gewalt erörtert wurde. Der Vortrag wurde immer wieder durch den Einschub praktischer Übungen aufgelockert. Hierbei handelte es sich um Methoden, die Jungen dazu befähigen sollen ihre eigenen Grenzen zu setzen, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und hierbei das Bedürfnis der Jungen nach Bewegung und Kräftemessen berücksichtigten. Die teilnehmenden Fachmänner meldeten in der abschließenden Reflexionseinheit zurück, dass die vorgestellten praktischen Methoden des Seminars für ihre tägliche Arbeit sehr hilfreich seien und sie viele neue Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen konnten.

Aufzaehlung Die Fortbildung "Mut proben – Jungen im Berufsorientierungsprozess begleiten – eine Herausforderung für jede/n Pädagogin/en" fand am 10. März im Reinoldinum in Dortmund statt. An dieser Veranstaltung, die vom Referenten Christian Gollmer vom Verein Coach e.V. in Köln geleitet wurde, nahmen 15 Fachmänner und -frauen teil. Zu Beginn dieser Tagesveranstaltung, die das Berufswahlverhalten und den Berufsorientierungsprozess von Jungen zum Thema hatte, setzen sich die Teilnehmenden in Kleingruppen mit dem Thema "Junge sein" auseinander. Hierbei galt es Eigenschaften von Jungen und die verschiedenen Vor- und Nachteile des "Junges sein" zu diskutieren und diese im Anschluss im Plenum vorzustellen. Anhand des Erfahrungsberichtes vom Modellprojekt der Landesinitiative Jungenarbeit NRW "Mut proben – Jungen auf neuen Wegen in den Beruf" lernten die Teilnehmenden Methoden und Gesprächsansätze der Berufsorientierung kennen. Zum Ende erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit in Kleingruppen ein fiktives Jungenprojekt zur Berufsorientierung im Rahmen einer Zukunftswerkstatt zu planen. Zuvor im Theorieteil des Seminars Erfahrendes Wissen konnte so direkt in die konzeptionelle Überlegungen miteinbezogen werden.

Aufzaehlung Am 1. März fand die Fortbildung "Darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht! Zur Berufsorientierung und Lebensplanung von Jungen" im Rahmen der „Irgendwie Anders?!“ Veranstaltungsreihe in Dortmund statt. An der Tagesveranstaltung, welche vom Referenten Uli Boldt von der Universität Bielefeld geleitet wurde, nahmen 18 Fachmänner und -frauen aus den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, erzieherische Hilfen und Schule teil. Mädchen und Jungen sind auch heute noch stark von traditionellen Vorstellungen über die Geschlechter geprägt. Jungen wählen verstärkt die handwerklich-technischen und wirtschaftlichen Berufe, wohingegen sich Mädchen verstärkt für den Bereich der sozialen, helfenden und kreativen Berufe interessieren. Eine geschlechtssensibele Berufsorientierung versucht an dieser Stelle Handlungsspielräume von Jungen zu erweitern und ihnen Entscheidungen zu ermöglichen, die nicht auf Grundlage eines tradierten Rollenbildes getroffen werden. Im Verlauf der Fortbildung wurde die geschlechtsspezifische Arbeit im Feld der Berufsorientierung theoretisch beleuchtet. Zudem konnten den Teilnehmenden praxisnahe Handlungsmöglichkeiten und Methoden im Bereich der Berufsorientierung aufgezeigt werden. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit in Kleingruppen über ihre eigene berufliche Biographie zu reflektieren.

AufzaehlungDie Weiterentwicklung von Mädchen- und Jungenförderung kommunal steuern
Die Zielsetzung der Tagung, die in Kooperation des Landschaftsverbands Rheinland - Landesjugenamt, der LAG Mädchenarbeit NRW und der LAG Jungenarbeit NRW durchgeführt wurde, war es, in den Austausch über Bedarfe und Gestaltungswege bei der Planung und Steuerung von Mädchen- und Jungenarbeit durch die Jugendämter zu kommen. Begonnen wurde mit einem offenen Podiumsgespräch der VeranstalterInnen, die aktuelle Entwicklungen und Einschätzungen diskutierten. Hier wurden auch ausgewählte Ergebnisse, mit Fokus auf geschlechtsbezogene Aspekte, der aktuellen Strukturdatenerhebung zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW vorgestellt. Darüberhinaus wurden Steuerungsinstrumente aus den Kommunen Wuppertal, Düsseldorf, Bielefeld, dem Rhein-Sieg Kreis und Duisburg präsentiert.
Hier zeigten sich unterschiedliche Aspekte, die mit auf eine Weiterentwicklung von Mädchen-und Jungenarbeit fördernd oder auch hemmend sein können:
* Steuerung in Flächenkreisen und suburbane Sozialräumen bedarf einer hohen Kreativität, da bekannte Steuerinstrumente und Strukturentrukturen oftmals im Zusammenhang von größeren Kommunen entwickelt und erprobt wurden. Dieses sind nicht problemlos 1 zu 1 umzusetzen.
* Gender Mainstreaming als Top-Down-Strategie hat für neuen Schwung gesorgt. Eine Konkretisierung gelingt aber nur durch Austausch und Versuche auf der Praxisebene. Hierfür fehlt es teilweise an Strukturen und Orten der Entwicklung. Auf Seiten der Jugendämter ist oftmals die Ebene der FachreferentInnen zuständig, diese muss auf die administrative Ebene und Praxisebene hin wirken. Teilweise sind auch Gleichstellungsstellen zuständig. Als Hürde erweisen sich zudem die Vielfalt und Differenz, die in der Mädchenarbeit und ebenso Jungenarbeit teilweise bestehen.
* Im Mittelpunkt müssen immer die Bedarfe von Mädchen und Jungen stehen, diese gilt es zu erkennen und teilweise auch unterstützend mit diesen zu entwickeln. Instrumente gibt es hierfür im Rahmen der Jugendhilfeplanung viele, die geschlechterbezogen reflektiert und weiterentwickelt werden müssen.
* Hierfür braucht es eine verlässliche Beteiligungskultur und Kooperation von Jugendamt und freien Trägern. Der aktuell vielfach bestehende hohe finanziellen Druck erfordert hier eine hohe Sensibilität.

Eine Dokumentation der Tagung ist auf der LVR-Internetseite www.lvr.de/jugend/fachthemen/querschnittsthemen/ geplant. Dort werden die Präsentationen und/oder andere Texte zu den vorgestellten Praxisbeispielen veröffentlicht.

Aufzaehlung Fortbildung am 19.11.: Die jungen Wilden, die wilden Jungen. ADS, ADHS und Hyperaktivität sind nur Schlagworte der Hilfslosigkeit
Viele Kinder oder Jugendliche haben manchmal Probleme, sich zu konzentrieren und besonders Jüngeren fällt es oft schwer, lange still zu sitzen oder ruhig zu bleiben. Herr Michael Meurer (Diplom Sportlehrer und Gewaltberater) hat in der Fortbildung darauf hingewiesen, das ADHS-Patienten sich von anderen dadurch unterscheiden, dass sie viel häufiger und in viel stärkerem Maße auffälliges Verhalten zeigen. Ihre typischen Probleme liegen in Beeinträchtigungen von Konzentration und Aufmerksamkeit, hyperaktivem Verhalten und mangelnder Impulskontrolle. Eine Möglichkeit um einen „normalen“ Alltag ermöglichen zu können ist die Vergabe verschiedener Medikamente.
Damit die Pädagogen in ihrer alltäglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen erste Anzeichen dieser Erkrankung erkennen können, wurden die Teilnehmer mit den Symptomen dieser Krankheit vertraut gemacht. Gleichzeitig wurde das Thema ADHS auch kritisch betrachtet. Nicht jedes Kind, das ein auffälliges Verhalten aufweist, muss zwangsläufig an diese Erkrankung leiden. In vielen Fällen hat dieses Verhalten einen „sozialen“ Hintergrund. Es wurde deutlich, dass eine Verbesserung der Lebenssituation bei den meisten „vermeintlichen“ ADHS Kindern auch zu geringeren Verhaltensauffälligkeiten führen und dass die genutzten Medikamente bei den Herwachsenden in der Entwicklung eher zu Schäden als zu einem verbesserten Verhalten führen. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde die eigene Praxis reflektiert und einige Fälle aus der eigenen Arbeit geschildert. Im Rahmen von kollegialen Fallberatung wurden dann neue, alternative Handlungsmöglichkeiten offengelegt und diskutiert.

Aufzaehlung Fortbildung am 09.11.: Doch sie sind ein Gewinn! Väter in der interkulturellen Elternarbeit
Eine gut funktionierende Elternarbeit ist aktuell ein nicht wegzudenkender Baustein pädagogischer Arbeit, um Kinder und Jugendliche Erfolg versprechend pädagogisch begleiten zu können, auch wenn diese noch nicht flächendeckend umgesetzt wird. Das Kind oder der Jugendliche findet bei einer Erziehungspartnerschaft von Eltern und Pädagogen die besten Entwicklungsbedingungen vor. Es erlebt, dass Familie und die jeweilige Einrichtung an seinem Wohl und aneinander interessiert sind, sich ergänzen und wechselseitig bereichern. Eine pädagogische Arbeit kann letztlich ohne eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern nicht erfolgreich sein, da diese in hohem Maße die kindliche Entwicklung prägen. Die beiden Dozenten haben nicht nur ausführlich die interkulturelle Arbeit mit den neuesten Erkenntnissen Migrations- und Männer-/Väterforschung präsentiert, sondern auch versucht die Teilnehmenden im Umgang mit den Vätern zu sensibilisieren. U.a. stellte Herr Gollmer aus der eigenen Praxis Beispielmodelle für gute ausgebaute Elternarbeit dar. Dieser ist im Feld beruflicher Integrationsmaßnahmen tätig. Dort zeigt sich häufig, wie wichtig Väter für die Gestaltung von Zukunftsfragen ihrer Söhne (und Töchter) sind und dass eine gelingende Einbindung von Vätern (ergänzend zu den Müttern) von großer Bedeutung ist.
Eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pädagogen, die nicht erst im Schulalter, sondern wesentlich früher beginnt, ist in vielen Fällen entscheidend für die Entwicklung und die Bildungschancen unserer Kinder. Dies wurde von den Referierenden ausführlich erklärt. In Gruppenarbeiten wurden die eigenen Erfahrungen in Bezug auf Elternarbeit diskutiert und reflektiert. Im Plenum wurden einige Fallbeispiele vorgestellt, um gemeinsam Lösungsansätze entwickeln zu können.

Aufzaehlung In der Veranstaltung Jungen in den Blick nehmen. Wie kann Jungenförderung in der Schule gelingen?, die am 05.11. von Uli Boldt in Dortmund durchgeführt wurde, ging es darum zu verdeutlichen, dass Jungenarbeit ein zentrales Thema in Schulen sein sollte, um den Jungen eine positive Entwicklung ermöglichen zu können, und wie diese konkret umzusetzen ist.
Uli Boldt ist seit 30 Jahren Lehrer einer Gesamtschule und aktuell als Dozent an der Universität Bielefeld für die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte tätig. Zentrales Thema um Lerninhalte Jugendlichen Erfolg versprechend vermitteln zu können ist das Gelingen von Beziehungen, so Uli Boldt. Insofern ist Jungenarbeit zunächst einmal als gelingende Beziehungspädagogik zu beschreiben. Lernprobleme, Aufmerksamkeitsstörungen usw. werden bei den Jungen häufiger beobachtet als bei Mädchen. Sie verhalten sich häufig expressiver und so sind ihre Unzufriedenheit, Wut etc. von Erwachsenen eher wahrzunehmen. Es ist wichtig Jungen auch in Schule in ihrer geschlechtlichen Angebundenheit wahr- und ernst zu nehmen. Sie suchen nach Orientierung, aber insbesondere in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen fehlen männliche Bezugspersonen und somit auch erwachsene Männer als Orientierungsfolie.
Uli Boldt vermittelte anhand von vielen Praxisbeispielen, wie Jungenarbeit gut in Schulen zu integrieren ist und was an Schulen notwendig ist, um die Sozialkompetenzen der Jungen zu fördern, wie in geschlechtshomogenen Jungengruppen über Gefühle gesprochen werden kann, ohne dass sich die Jungen untereinander "lächerlich" machen und so dazu beizutragen, dass Lebens- und Lernwelten gestaltbar sind, in denen sich Jungen ihren Bedürfnissen entsprechend entwickeln können.

Aufzaehlung 29.10.: Geile Sache - Sexualpädagogisches Arbeiten mit Jungen
Martin Gnielka präsentierte seinen Teilnehmern eine praxisnahe Veranstaltung. Auch in der heutigen Zeit finden sich wenige Erwachsene, mit denen sich die Jugendlichen über das Thema Sexualität austauschen können. In unserer Gesellschaft ist dieses Thema bei vielen Erwachsenen immer noch ein Tabu, über das eher am Rand der Erziehung gesprochen wird. Jugendliche brauchen jedoch jemanden mit denen sie sich austauschen oder über ihre Ängste und Sorgen reden können. Die Frage, wie mache ich das andere Geschlecht auf mich aufmerksam, gehört genau so zu den Themen wie die "eigentliche Aufklärungsarbeit".
Auf diese und weitere Themen sucht die junge Generation eine fachmännische Antwort. Sobald Jungen merken, dass ihnen jemand ernsthaft zuhört, wächst die Bereitschaft sich zu öffnen und auch Fragen zu stellen, die sie so nie stellen würden. Im Rahmen eines Erfahrungsaustausch und Selbstreflexion hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit ihre pädagogischen Erlebnisse und teilweise auch Irritationen zu schildern, die eigene Sexualität zu reflektieren und so eine wichtige Voraussetzung zu schaffen, um sich in Jungen optimal hineinversetzen zu können. Dies ermöglicht gleichzeitig ein authentisches Auftreten, seitens der Pädagogen.
In einem weiteren Teil wurden zahlreiche Methoden vorgestellt, mit denen ein sexualpädagogisches Arbeiten ermöglicht wird. Es wurde deutlich, wie wichtig und von großer Bedeutung es ist, Jungen einen Raum zu bieten, in dem die sich über ihre Sexualität austauschen können. Dies ermöglicht den einen Abbau von Vorurteilen, das gegenseitige Austauschen von fragen oder auch Antworten und eine Aufklärung über Irrtümer und Krankheiten.

Aufzaehlung Am 29.09.09 hat in der Reihe "Irgendwie anders" die Veranstaltung
"Mach 15 – Methodenbörse" stattgefunden.
Sexualpädagoge Christof Sievers von der Drogenberatung Westvest in Marl hatte den Teilnehmern eine informative und praxisnahe Veranstaltung, voller, sinnvoll in der pädagogischen Arbeit mit Jungen integrierbarer, Methoden, bieten können. Inhaltlich ging es in erster Linie um Kenntnisse verschiedener Methoden in der Jungenarbeit, die Förderung des kreativen Umgangs mit Methoden, die Reflexion von Methoden und ihrem Einsatz und somit die Ermöglichung eines Einblicks in das Zusammenspiel und die Vielzahl der Aspekte, die gute Methoden in der Jugendarbeit ausmachen.
Die Teilnehmer haben Übungen und Materialien kennen gelernt, die sie situationsorientiert im Unterricht oder in einer Jungengruppe einsetzen können. Ein Schwerpunkt wurde hierbei insbesondere auf sexualpädagogische Methoden gelegt. Vorgestellt wurden aberebenso Methoden aus den Bereichen Einstieg und Kennenlernen, Vertrauens- und Kooperationsübungen, Meinungen, Werte und Normen, Reflexion von Männlichkeit und Abschlussreflexion.
Teile der Methoden wurden im Vorhinein durch die Teilnehmenden eingereicht und durch den Referenten aufbereitet, konzeptionell eingebunden und vorgestellt. Das Echo auf diesen Seminartag war durchweg sehr positiv. U.a. wurden rückgemeldet "...gute Anregungen", "neue Eindrücke", "Lust loszulegen", "Spaß für die eigene Arbeit" und "große Hilfe".
Den Teilnehmenden wurde die Sammlung der Methoden als pdf-Broschüre mitgegeben. Diese können sie hier herunterladen ...

Aufzaehlung Fachtagung am 24.09.2009
spannendMüssen, Können, Dürfen - gelingende Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit
Die LAG Jungenarbeit NRW e.V. und die LAG Mädchenarbeit in NRW e.V. haben in den letzten zwei bis drei Jahren ihre Kooperation intensiviert. Gemeinsam beraten und begleiten wir Jungen-und Mädchenarbeitskreise bei Fragen zur Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit. Gleichzeitig entwickeln und qualifizieren wir die Kooperation der beiden LAG's weiter. Aus den Erfahrungen in unserer Beratungstätigkeiten ist auch der Titel der Tagung "Müssen, Können, Dürfen" entstanden.
Müssen: Vor allem die Fachfrauen aus der Mädchenarbeit werden oft mit der Frage konfrontiert: „Und was macht Ihr für Jungen?“. Viele Fachfrauen erleben, dass sie auf diese Art für ein Thema verantwortlich gemacht werden, für das sie keine Expertinnen und/oder nicht zuständig sind. Auf Seiten der Fachmänner sieht es eher so aus, dass die Männer von den Frauen oft aus einer unklaren Motivation heraus zur Kooperation angefragt werden und sich von den Frauen gedrängt fühlen, zu kooperieren. So kommt es dazu, dass sich manche Fachfrauen und Fachmänner gezwungen fühlen zu kooperieren.
Können: Die Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit ist jetzt schon bewährte und erfolgreiche Praxis. Es bestehen schon einige, auch langjährige Projekte, in denen Mädchen- und Jungenarbeit kooperieren. Diese Normalität wird im aufgeladenen öffentlichen Diskurs über Geschlechterfragen oft nicht wahrgenommen. Gerade auch jüngere Fachfrauen und Fachmänner sehen in einer Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit eine Kooperation wie (fast) jede andere auch.
Dürfen: Die Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit bedeutet auch eine Eröffnung von neuen pädagogischen und fachlichen Möglichkeiten, von größerer politischer Durchsetzungskraft, von Qualifizierung, Horizonterweiterung und Inspiration. Dies wird – wenn auch nicht von allen Beteiligten – durchaus so wahrgenommen.

Ziel der Tagung war einen Raum zu eröffnen, der es den Fachkräften geschlechtsbezogener Jungen- und Mädchenarbeit die unterschiedlichen Ansätze, aber ebenso einfach die Personen, die in der Mädchen-und Jungenarbeit tätig sind, kennen zu lernen und gemeinsam zu erarbeiten, was notwendig ist,um eine gelingende Kooperation zu realisieren; das Ganze vor dem Hintergrund, dass die Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit einfach „nur“ eine fachlich-professionelle Kooperation ist, die aber von einer besonderen Dynamik im Geschlechterverhältnis berührt ist und auch hiervon lebt.

Aufzaehlung Fortbildung am 19.09.2009
"Gewaltprävention mit Jungen durch Kampfesspiele"
Hier war "Action pur" das Motto. Viele Jungen wollen kämpfen und ihre Kräfte messen. Dies ist auch möglich, so lange sich die Jungen dabei an bestimmte Regeln im gegenseitigen Umgang halten. Genau an diesem Punkt wurde in der Fortbildung angesetzt. An diesem Tag wurde der Methodenkoffer mit zahlreichen Übungen für die Praxis der pädagogischen Fachkräfte gefüllt. Josef Riederle, Leiter von KRAFTPROTZ Bildungsinstitut für Jungen und Männer in Mielkendorf, konnte den Teilnehmenden deutlich den Unterschied zwischen Gewalt und Kampf vermitteln. Den Körperkontakt spüren aber auch den Respekt füreinander aufbringen, ist der Grundgedanke der Kampfesspiele. Den gegenseitigen Respekt vor einem und nach einem Kampf aufzuzeigen, wurde hier auf eine verständliche Art und Weise zum Ausdruck gebracht und jeder Teilnehmer hatte die Gelegenheit, die eigenen Gefühle (und vielleicht auch die der Jungen) in der jeweiligen Situation nachzuempfinden.
Die Fortbildung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe Irgendwie anders statt.

Aufzaehlung Am 18.09.09 hat in Dortmund die Veranstaltung Teilnehmerinnen in Aktion
"Laute Macker, leise Träumer? Jungen im Kindergarten"
stattgefunden. Jungen werden in den Kindergärten oft als die „lauten“ bezeichnet. Die positive Aufmerksamkeit bekommen dann eher die „ruhigen“. Es wird jedoch von vielen Pädagogen/innen vergessen, dass jedes Geschlecht sein eigenes Verhalten aufzeigt und die bestimmte Verhaltensweisen zu einer gesunden Identitätsentwicklung auch dazugehören.
Esther Morét und ihr Kollege Bernd Hellbusch haben in einer informativen und praxisorientierten Fortbildungen den Pädagoginnen und Pädagogen eine Reihe von Methoden aufzeigt, um diese Thematik in ihrer Praxis besser bearbeiten zu können. Ziel war, dass die Erzieherinnen und Erzieher eine fundierte fachliche Auseinandersetzung mit Sozialisationsbedingungen und -erfahrungen von Jungen ermöglicht wurde, so dass diese Jungen mit ihren Ressourcen und Kompetenzen besser fördern und unterstützen können. Die Auseinandersetzung mit der Sozialisation von Mädchen und Jungen, beinhaltet auch immer die Auseinandersetzung mit der eigenen Sozialisation. Sich selbst in seiner geschlechtsspezifischen Sozialisation zu begreifen und zu verstehen ist somit eine wichtige Voraussetzung, um (Mädchen) und Jungen zu verstehen und um vor diesen authentisch auftreten zu können.
Hierfür wurde in der Veranstaltung Raum geschaffen, aber ebenso für empfehlenswerte Literatur, für Materialien und Methoden und für Klärungen von fragen z.B. bezüglich der Raumgestaltung von Kindertageseinrichtungen.

Aufzaehlung Fachtagung am 24.09.2009
Müssen, Können, Dürfen - gelingende Kooperation von Mädchen- und Jungenarbeit
Eine Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V.
in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V.
In Zeiten von Gender gerät die Kooperation von Jungen- und Mädchenarbeit zunehmend in den Blick. Was aber bedeutet es, kooperieren zu müssen, zu können oder zu dürfen?
Ziel der Fachtagung ist es, ein grundlegendes Kennenlernen der pädagogischen Arbeitsfelder der Mädchen- und Jungenarbeit zu ermöglichen, die Bedingungen für eine gelingende Kooperation zu klären und die Dynamik der Kooperation von Frauen und Männern in der geschlechterbewussten Pädagogik besser zu verstehen.

Die Fachtagung findet am 24.September 2009 von 10.00 - 17.00 Uhr im Unperfekthaus in Essen statt.
Kontakt und Information:
Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit in NRW e.V., Beate Vinke
fon 0202/7595046, lag@maedchenarbeit-nrw.de, www.maedchenarbeit-nrw.de
Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in NRW e.V., Sandro Dell'Anna
fon 0231/5342174, s.dell-anna@lagjungenarbeit.de
Weitere Informationen …

Aufzaehlung Am 16.09.2009 beginnt im Jugendhof Vlotho die berufsbegleitende Fortbildung "Von der Arbeit mit Jungen zur Jungenarbeit", welche die LAG Jungenarbeit NRW in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen – Lippe durchgeführt wird.

Der § 9 Abs. 3 SGB VIII verpflichtet Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe, geschlechtsbezogene Angebote für Jungen anzubieten, und auch das Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW weist Jungenarbeit als Querschnittsaufgabe aller Handlungsfelder aus.

Viele Fachkräfte arbeiten mit Jungen - doch ist die Arbeit mit Jungen nicht schon Jungenarbeit! In der Jungenarbeit geht es um Grenzen und um Sensibilisierung, um Erfahrungsräume für Jungen, ihren Zugang zu eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Stärken, um Selbstbewusstsein ohne Fassade. Jungenarbeit bedeutet, eine andere Haltung einzunehmen mit Blick auf Probleme, die Jungen machen – und haben.

Mit der Fortbildung wird der Weg von der Arbeit mit Jungen zur geschlechtsbezogenen Jungenarbeit eröffnet.
Die Qualifizierung richtet sich an männliche Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, sowie Schule, ist 3-modulig aufgebaut und läuft über mehrere Monate.

Modul 1 ist ein Qualifizierungsmodul zu Grundlagen geschlechtsbezogener Pädagogik mit Jungen.
In Modul 2 (Praxismodul) entwickeln die Teilnehmer ein Jungenprojekt und führen dieses in ihrer Einrichtung durch; außerdem haben sie den Auftrag, zur Etablierung von Jungenarbeit in ihren Einrichtungen beizutragen.
In Modul 3 (Reflexionsmodul) wird die erfahrene Praxis präsentiert und gemeinsam beraten. Die erfolgreiche Teilnahme führt zu einem Qualifizierungsnachweis von LWL - LJA Westfalen / LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho und LAG Jungenarbeit NRW.

Eine Anmeldung ist beim LWL –Bildungszentrum / Jugendhof Vlotho möglich. Weitere Infos

Aufzaehlung 3.9.2009: „Neue Wege der Anti-Mobbing-Arbeit in Jugendhilfe und Schule“Foto aus der Fortbildung

In der Fortbildung „Neue Wege der Anti-Mobbing-Arbeit in der Jugendhilfe und Schule“ gaben die Dozenten Bernd Hellbusch und Mustafa Jannan über dieses brisante Thema eine gelungene Fortbildung für Pädagogen aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern. Diese Veranstaltung war eine Fortführung der Fortbildung vom 05.03.2009. Sie ermöglichte den Teilnehmern eine vertiefende praktische Einübung von Interventionstechniken und Methoden in der Anti-Mobbing Arbeit mit Jungen.
Mit der Methode „Gib jedem die Hand“ konnte einem Teilnehmer das Gefühl der Ausgrenzung für einen kurzen Moment vermittelt werden, indem ihm nicht die Hand gereicht wurde und er somit bewusst von den anderen Beteiligten ausgeschlossen war.
Um die Wahrnehmung des Positiven zu stärken, wurde die Mittagspause für eine weitere Methode benutzt. Jeder Teilnehmer musste einem anderen Kursteilnehmer „etwas Gutes tun“, wie zum Beispiel den Teller des anderen wegräumen usw. Mithilfe dieser Aufgabe können Pädagogen, dem Jugendlichen, das damit verbundene positive Gefühl vermitteln, jemanden eine gute Tat zukommen zulassen.
In einer weiteren Phase haben sich die Gruppen unter der Anleitung eines Referenten mit einem Schwerpunkt in der Anti-Mobbing Arbeit mit Jungen auseinandergesetzt. Die eine Gruppe befasste sich mit der Umsetzung der Mobbing - Theorie in die schulische Praxis. Dabei handelte es sich um eine sinnvolle Gestaltung der Kontaktaufnahme mit den Opfern, um das Erstgespräch mit den Mobbingopfern und um eine methodisch gut aufgebaute Beratungsstunde.
Die zweite Gruppe hat sich mit den Geheimnissen einer Gruppe beschäftigt. In einem Experiment sollten sich die Teilnehmer kleinere Geheimnisse erzählen, um auf der einen Seite die Reaktion der anderen Gruppenmitglieder zu beobachten und auf der anderen Seite die eigenen Gefühle bei dem Erzählen des Geheimnisses wahr zunehmen. In einer anschließenden Reflexion schilderten die Beteiligten ihre Eindrücke.
Herr Bernd Hellbusch und Herr Mustafa Jannan haben den Teilnehmern eine breite Palette an Methoden in der Anti-Mobbing Arbeit mit Jungen aufgezeigt. Der Gruppe wurde mit dem „Gegen-Gewalt-Konzept“ von Mustafa Jannan und dem Modellprojekt „ Stark und nicht gemein“ von Bernd Hellbusch deutlich, dass es sinnvolle Techniken gibt, um mit Mobbing Opfern richtig umgehen zu können, es in den Anfangsstadien zu erkennen oder Mobbing in der jeweiligen Gruppierung gar nicht erst entstehen zu lassen.

Aufzaehlung Fachabend „Was ist Jungenarbeit?“ im Famous Witten

Die Veranstaltung am 01.09. diente als Fortführung der laufenden Beratung des Jugendamtes Witten bei der Verankerung geschlechtsbezogener Angebote für Jungen. Ausgehend von gewaltpräventiven Dimensionen geschlechtbezogener Arbeit, insbesondere in interkulturellen Kontexten, zeigte sich die Notwendigkeit einer Vergewisserung über Ziele,Zielgruppen und Konzepte von Jungenarbeit. Hierzu diente dieser Fachabend, der von Fachkräften aus der Offenen Kinder-und Jugendarbeit, aus Schule/Schulsozialarbeit und Beratung besucht wurde.

Aufzaehlung Fortbildung „Einstieg in die Jungenarbeit“ und Neugründung einer Arbeitsgemeinschaft in Aachen

Die Veranstaltung, die von Fachmännern aus dem Bereich Kindertageseinrichtungen, Schule/Schulsozialarbeit und Väterarbeit besucht wurde, diente ebenso als Gründungstermin für die "Arbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in Aachen". Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft ist Eva Köhl von ax-oe.V., die seit vielen jahren den Boys Day in Aachen organisiert.
Die Arbeitsgemeinschaft sieht ihren Schwerpunkt in der Vernetzung von interessierten männlichen, als auch weiblichen Fachkräften und in der Realisierung von Fortbildungsangeboten.
Aufgrund der guten Resonanz und zahlreicher Anfragen wird die Weiterbildungsveranstaltung mit Sandro Dell'Anna von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungenarbeit NRW noch in diesem Jahr wiederholt. Der Termin steht bereits fest: Freitag 13.11.2009, 10 - 16 Uhr. Dieses Mal sollen vor allem auch Frauen Gelegenheit bekommen, sich mit dem Thema Jungenarbeit bzw. Arbeiten mit Jungen auseinander zu setzen. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldungen werden ab sofort unter: ax-o@gmx.de oder Tel. 0241-9890711 entgegen genommen.

Aufzaehlung Am 10.07.09 sowie am 17./18.7.2009 fanden die beiden Veranstaltungen "Umgang mit schwierigen Jungs oder: Ein Junge aus meiner Einrichtung der mich stark beschäftigt" im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Irgendwie anders?!" in Dortmund statt.

Frauen im WorkshopAn beiden Veranstaltungen, die von Dirk Achterwinter, einem Gründungsmitglied der LAG Jungenarbeit NRW, durchgeführt wurden, haben 19 Männer und 18 Frauen aus den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, erzieherische Hilfen und Schule teilgenommen.

Zunächst erläuterte der Referent, dass die Arbeit des/der Sozialarbeiters/Sozialarbeiterin durch ein Dreieck aus Institution, eigener Persönlichkeit und dem „schwierigen“ Jungen beeinflusst und bestimmt wird. Die eigene Persönlichkeit gibt den spezifischen Rahmen des Möglichen, sowie die individuelle Gestaltung und emotionale Färbung vor („Der Pädagoge steht nur mit seiner Persönlichkeit vor den Jungs“). Die Institution beeinflusst durch die durch sie zur Verfügung gestellten Ressourcen, ihre Unterstützung und den durch sie vorgegebenen Handlungsspielraum. Der Einfluss des Jungen entsteht durch die Einzigartigkeit seiner Persönlichkeit sowie Lebenssituation und -geschichte.
Im weiteren Verlauf wurde eine theoretische Annäherung ans Thema vorgenommen, die mit vielen Praxiserlebnissen der Teilnehmenden unterfüttert wurde. Mehrere Fallbeispiele dienten als Grundlage um Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit mit als schwierig empfundenen Jungen zu erarbeiten. Als methodische Zugänge wurden hierbei das "Reflecting Team" eine "systemische Aufstellung mit Playmobil-Figuren" und die „Arbeit mit einem Stellvertreter“ gewählt. Wichtig ist bei diesen Prozessen möglichst lange auf der Beschreibungsebene zu bleiben. Es fällt nicht immer leicht nicht gleich mit einer Diagnose zu beginnen. Es ist aber viel aufschlussreicher zunächst die Fakten zu sammeln und aus dem was man sieht (Verhalten) und gesagt bekommt (Sachinformation) eine Vorstellung, einen Eindruck zu bekommen. Hierbei sollte man sich von dem Konzept „FVG= Fakten vor Gefühle“ leiten lassen.

Die Teilnehmenden haben die Veranstaltungen als anregend und sehr hilfreich empfunden, weil ihnen hierüber ein "besseres Verstehen" ihrer eigenen Zugänge zu Jungen, aber auch der Jungen selber, die "Probleme machen", aber ebenso "Probleme haben" ermöglicht wurde.


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